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Das Klassische kann als ein konstitutiver Teil der Moderne gelten. So ist die Auseinandersetzung mit dem antiken Denken immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur. In verständlich und anschaulich geschriebenen Texten stellen die Autoren dieses Bandes die Frage nach der Aktualität antiker Ideen und Konzepte in den Wissenschaften und den kreativen Künsten, in der Politik und in der Alltagskultur.
Die Beiträge sind das Resultat der Veranstaltung "Antike und Gegenwart", eines Gemeinschaftsprojekts der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Künste, Berlin. Das Symposion hat gezeigt, daß Interdisziplinarität nicht nur den aktiven Austausch akademischer Disziplinen untereinander, sondern darüber hinaus auch das produktive Zusammenspiel der Wissenschaften und der Künste bedeuten kann.
Zu den Autoren gehören über ihre Fachgrenzen hinaus bekannte Historiker, Politologen und Juristen, Naturwissenschaftler und Wissenschaftshistoriker, Klassische Philologen und Philosophen, Kunsthistoriker, Musikwissenschaftler und Schriftsteller: W. Burkert, H. Danuser, M. Diers, V. Gerhardt, A. Gierer, D. Grünbein, H. Hofmann, W. Jens, E. Knobloch, Chr. Meier, J. Mittelstraß, H. Münkler, W. Nippel, B. Seidensticker und Ph. Ursprung.
Zu einer paradoxalen Form der Mythenrezeption
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In diesem Katalog zu einer Ausstellung der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin werden antike Skulpturen erstmalig literarischen und epigraphischen Zeugnissen des 6. Jh. v. Chr. bis 11. Jh. n. Chr. gleichgewichtig gegenübergestellt. An einer repräsentativen Auswahl von über 40 Exponaten und den dazugehörigen Schriftquellen diskutiert die Ausstellung wichtige Probleme von Text und Skulptur und leistet auf diese Weise einen Beitrag zum besseren Verständnis der antiken Plastik. Unter anderem wird den Fragen nachgegangen, worauf die Benennung einer Statue, ihre Zuschreibung an einen Künstler und ihre Datierung basieren.Der Katalog ist im Rahmen eines interdisziplinären Projekts entstanden, das zur Aufgabe hat, das veraltete Standardwerk von Johannes Overbeck, Die antiken Schriftquellen zur Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen (1868), zu ersetzen und mittels Übersetzung, philologisch-epigraphischem und archäologischem Kommentar, Literaturnachweisen und Abbildungen den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Der „Neue Overbeck“ wird 2009 in vier Bänden bei Walter de Gruyter erscheinen.
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In der Kunst der Moderne kommt den vielfältigen Erfahrungen von physischer und psychischer Gewalt eine zentrale Bedeutung zu. Die sich daraus ergebende Frage nach den Formen der Präsentation von Gewalt und nach den Gründen für das Vergnügen an tragischen Gegenständen stellt sich jedoch bereits in der griechischen Klassik in durchaus vergleichbarer Weise. Die Studien des Bandes, die aus einem Symposion des Sonderforschungsbereichs „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ hervorgegangen sind, untersuchen nach einem Blick auf die an Gewalterfahrungen reiche Geschichte des 5. Jahrhunderts v. Chr. das Spannungsfeld von Gewalt und Ästhetik in den Bereichen von Mythos und Kult, Literatur mit dem Schwerpunkt auf der Tragödie und bildender Kunst.
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Aristoteles benutzt den Katharsisbegriff an verschiedenen Stellen seines Werks: in der Fortpflanzungslehre, der Zoologie, der Physik und Politik. In der Poetik wird der Begriff metaphorisch eingesetzt, um den Wirkungszweck der Tragödie zu bestimmen. Welche Modelle von Katharsis waren Aristoteles geläufig, in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Auf der Grundlage eines ausführlichen Vorworts erstellen die Beiträge von Spezialisten eine Übersicht zu dem jeweiligen Begriffsgebrauch in Biologie, Medizin, Ritus, Kultus, Musiktheorie, Psychologie und Philosophie. Sie bestimmen dabei in einer breit angelegten interdisziplinären Zusammenarbeit die spezifische Funktionsweise der jeweiligen Katharsiskonzeptionen, so dass die Voraussetzungen des poetologischen Begriffs deutlich werden.
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Die euripideische Elektra behandelt wie die gleichnamige Tragödie des Sophokles das letzte Kapitel der unheilvollen Geschichte der Atriden, und wie dieser hat auch Euripides die Tochter Agamemnons in den Mittelpunkt seiner Stücks gestellt. Seine Gestaltung des Stoffs ist weit weniger bekannt als das Stück seines Zeitgenossen und Konkurrenten, die realistische Entheroisierung von Personen, Situation und Atmosphäre und die Schaffung eines ganz neuen untragischen Tons sind aber nicht weniger interessant.
Der hier vorgelegte Band ist der erste deutsche Kommentar zu dem Stück seit Weckleins schmalem Kommentar aus dem Jahre 1906. Er wendet sich nicht nur an Studierende und Forschende der Klassischen Philologie, sondern, wie alle Bände der Reihe, nicht zuletzt auch an einen größeren Kreis von Interessenten aus benachbarten Literaturwissenschaften und vom Theater.
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In diesem Katalog zu einer Ausstellung der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin werden antike Skulpturen erstmalig literarischen und epigraphischen Zeugnissen des 6. Jh. v. Chr. bis 11. Jh. n. Chr. gleichgewichtig gegenübergestellt. An einer repräsentativen Auswahl von über 40 Exponaten und den dazugehörigen Schriftquellen diskutiert die Ausstellung wichtige Probleme von Text und Skulptur und leistet auf diese Weise einen Beitrag zum besseren Verständnis der antiken Plastik. Unter anderem wird den Fragen nachgegangen, worauf die Benennung einer Statue, ihre Zuschreibung an einen Künstler und ihre Datierung basieren.Der Katalog ist im Rahmen eines interdisziplinären Projekts entstanden, das zur Aufgabe hat, das veraltete Standardwerk von Johannes Overbeck, Die antiken Schriftquellen zur Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen (1868), zu ersetzen und mittels Übersetzung, philologisch-epigraphischem und archäologischem Kommentar, Literaturnachweisen und Abbildungen den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Der „Neue Overbeck“ wird 2009 in vier Bänden bei Walter de Gruyter erscheinen.
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Bernd Seidensticker ist im In- und Ausland als herausragender Forscher auf dem Gebiet des antiken Dramas bekannt. Insofern ist eine Sammlung seiner kleineren Arbeiten zu diesem Thema, die teilweise an entlegenen Orten publiziert worden sind, ein großes Desiderat. Die Arbeiten demonstrieren die große Spannweite von Seidenstickers Interessen: neben Studien zu Echtheitsfragen des über- lieferten Textes stehen Arbeiten zu zentralen Fragen der Interpretation, wie z. B. zur Rolle des Charakters oder dem Problem der tragischen Peripetie. Neben der griechischen Tragödie kommen auch das Satyrspiel, eines der wichtigen Arbeitsfelder des Autors, und das lateinische Drama in den Blick. Die Sammlung richtet sich in erster Linie an Klassische Philologen, aber auch Literaturwissenschaftler anderer Fächer, und Theater- wissenschaftler werden die Sammlung mit großem Gewinn benutzen.