Stefan Engelberg – författare
Sprachwissenschaft und kolonialzeitlicher Sprachkontakt
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Der Zusammenhang von Sprache und Kolonialismus wird in zunehmendem Maße zum Gegenstand sprachwissenschaftlicher Forschung an deutschen Universitäten. Der vorliegende Band reflektiert die verschiedenen koloniallinguistischen Arbeitsgebiete: die Untersuchung von Sprachkontakten im Kolonialismus, die Analyse kolonialer Diskurse und der Einstellungen zu Sprachen und Gesellschaften, die Rekonstruktion der Auswirkungen kolonialer Sprach- und Sprachenpolitik sowie die Historiographie kolonialzeitlicher sprachwissenschaftlicher Forschung. Ein Schwerpunkt dieses Bandes liegt dabei auf der Erforschung der Kontakte zwischen Sprachen im Zusammenhang mit kolonialen Herrschaftsstrukturen. Zu den fokussierten Sprachen gehören unter anderem Swahili, Chamorro, TokPisin, die Sprachen Nordamerikas, Mikronesiens und des nordöstlichen Neuguineas sowie Kontaktvarietäten des Deutschen in Neuguinea und Namibia.
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Komplexe Argumentstrukturen
Kontrastive Untersuchungen Zum Deutschen, Rumänischen Und Englischen
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Neben dem kanonischen Ausdruck der Argumentstruktur von Verben als Intransitiv- oder Transitivkonstruktion mit Nominal- oder Präpositionalphrasen können Argumente in vielfältiger Weise auch in komplexer, nicht-kanonischer Form realisiert werden. Solche Argumentstrukturen zeigen insbesondere im Sprachvergleich interessante Variationen, wie der vorliegende Band anhand von Studien zum Deutschen, Rumänischen und Englischen zeigt. Er versammelt kontrastive Arbeiten zur Alternation von sententialen und nominalen Subjekten, zu den Typen und Restriktionen von Resultativkonstruktionen, zu den Bedingungen des Auftretens innerer Objekte, zu Eigenschaften infiniter Formen und ihren Verwendungsbeschränkungen als Argumentausdrücke sowie zu den spezifischen Bedingungen der Ditransitiv-Alternation. Die aus verschiedenen theoretischen Perspektiven geschriebenen Arbeiten reflektieren dabei das Spannungsfeld zwischen lexikalischen Forderungen, konstruktionalen Idiosynkrasien und sprachübergreifenden oder sprachspezifischen strukturellen Restriktionen.
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Neben dem kanonischen Ausdruck der Argumentstruktur von Verben als Intransitiv- oder Transitivkonstruktion mit Nominal- oder Präpositionalphrasen können Argumente in vielfältiger Weise auch in komplexer, nicht-kanonischer Form realisiert werden. Solche Argumentstrukturen zeigen insbesondere im Sprachvergleich interessante Variationen, wie der vorliegende Band anhand von Studien zum Deutschen, Rumänischen und Englischen zeigt. Er versammelt kontrastive Arbeiten zur Alternation von sententialen und nominalen Subjekten, zu den Typen und Restriktionen von Resultativkonstruktionen, zu den Bedingungen des Auftretens innerer Objekte, zu Eigenschaften infiniter Formen und ihren Verwendungsbeschränkungen als Argumentausdrücke sowie zu den spezifischen Bedingungen der Ditransitiv-Alternation. Die aus verschiedenen theoretischen Perspektiven geschriebenen Arbeiten reflektieren dabei das Spannungsfeld zwischen lexikalischen Forderungen, konstruktionalen Idiosynkrasien und sprachübergreifenden oder sprachspezifischen strukturellen Restriktionen.
Wortschatz: Theorie, Empirie, Dokumentation
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Mit der Verfügbarkeit immer größerer und vielfältigerer Korpora wird im Übergang zum 21. Jahrhundert in der Lexikonforschung ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der korpuslinguistische Zugang zum Lexikon hat die Lexikografie mit einer neuen empirischen Basis versehen und die klassische Abgrenzung zwischen Lexikon und Grammatik wird in sprachtheoretischen Debatten zunehmend in Frage gestellt. Der vorliegende Band nimmt eine Positionsbestimmung dieser Entwicklungen vor. Er setzt ein mit der Diskussion zur Rolle des Lexikons im Sprachsystem. Im zweiten Teil, „Kookkurrenz und Konstruktion“, geht es um Phänomene, die über die Ebene des einzelnen Wortes hinausgehen und seit einiger Zeit immer größeres Interesse auf sich ziehen. Mentale Prozesse und Repräsentationen des Lexikons bilden den Fokus im Teil „Kognition und Semantik“. Mit „Komplexität und Dynamik“ werden im vierten Teil zwei weitere zentrale Begriffe der aktuellen linguistischen Diskussion über das Lexikon thematisiert, bevor abschließend auch auf die Implikationen für Wortschatzforschung und Lexikografie eingegangen wird.
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Mit der Verfügbarkeit immer größerer und vielfältigerer Korpora wird im Übergang zum 21. Jahrhundert in der Lexikonforschung ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der korpuslinguistische Zugang zum Lexikon hat die Lexikografie mit einer neuen empirischen Basis versehen und die klassische Abgrenzung zwischen Lexikon und Grammatik wird in sprachtheoretischen Debatten zunehmend in Frage gestellt. Der vorliegende Band nimmt eine Positionsbestimmung dieser Entwicklungen vor. Er setzt ein mit der Diskussion zur Rolle des Lexikons im Sprachsystem. Im zweiten Teil, „Kookkurrenz und Konstruktion“, geht es um Phänomene, die über die Ebene des einzelnen Wortes hinausgehen und seit einiger Zeit immer größeres Interesse auf sich ziehen. Mentale Prozesse und Repräsentationen des Lexikons bilden den Fokus im Teil „Kognition und Semantik“. Mit „Komplexität und Dynamik“ werden im vierten Teil zwei weitere zentrale Begriffe der aktuellen linguistischen Diskussion über das Lexikon thematisiert, bevor abschließend auch auf die Implikationen für Wortschatzforschung und Lexikografie eingegangen wird.
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Drei zentrale Fragen der lexikalischen Semantik werden in der Arbeit diskutiert. Was ist die Bedeutung eines Verbs? Wie überprüft man die Richtigkeit einer Bedeutungsrepräsentation? Welche Phänomene muß eine verbsemantische Theorie erklären?
Die in der Arbeit entwickelte Ereignisstrukturtheorie zur Repräsentation von Verben geht davon aus, daß Verben auf Ereignisse referieren, die aus Teilereignissen bestehen. Diese Teilereignisse sind durch temporale Eigenschaften und Relationen gekennzeichnet und durch semantische Relationen mit den Argumenten des Verbs verbunden.
Um die empirische Adäquatheit einer solchen Theorie zu gewährleisten und die in der Verbsemantik häufig anzutreffenden zirkulären Argumentationen zu vermeiden, muß der Gehalt der Bedeutungsrepräsentation unabhängig von den zu erklärenden Phänomenen überprüft werden können. Dazu wird in der Arbeit erstens gezeigt, wie unter Heranziehung von philosophisch-ontologischen Überlegungen sowie kognitionspsychologischen Studien der Ereignisbegriff als zentrale ontologische Größe motiviert werden kann. Zweitens wird ausführlich der logische Typ der in den Repräsentationen verwendeten Prädikate wie "Punktualität", "Agentivität", "Volitionalität" diskutiert und deren Wahrheitsbedingungen unter Rückgriff auf kognitionswissenschaftliche Überlegungen bestimmt. Auf der Basis dieser Präzisierungen finden Phänomene aus den Bereichen der adverbialen Modifikation, des Argumentlinkings, der Hyponymie und Antonymie, der Vorkommensbeschränkungen von Verbbegleitern sowie Interpretations- und Vorkommensbeschränkungen von Verben in bestimmten grammatischen Kategorien wie Aspekt oder Genus Verbi empirisch anspruchsvolle Erklärungen.
Verben, Ereignisse und das Lexikon
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