Susanne Kofler – författare
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PDF, Tyska, 2017418 kr
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Prophetien treffen Aussagen über die Zukunft, um die Gegenwart zu gestalten. Das trifft auch für Prophetien aus lutherischen Kontexten im Konfessionellen Zeitalter zu. Diese Arbeit lotet aus, auf welche Strategien und Wissensbestände Laien wie Geistliche zurückgriffen, um Prophetien als Handlungsaufforderungen Gottes zu authentifizieren oder zurückzuweisen. Die Studie zeichnet zudem nach, wie die Pluralität und Widersprüchlichkeit von Prophetien und ihrer Bewertung durch das Medium des Druckes sichtbar wurde. Im Bemühen gesichertes Wissen über Gottes Heilsplan und die Teilhabe des Menschen daran zu erlangen, trat die Unsicherheit der menschlichen Erkenntnis zunehmend zu Tage.[Prophecies as Participation in the Plan of Salvation. Lutheran Prophecies in the Confessional Period (1550-1650)]Prophecies provide statements about the future in order to form the present. This concerns also prophecies within Lutheran contexts in the Confessional Period. The present study explores the strategies and knowledge lay people and clergymen used to authenticate or reject prophecies as God''s calls to action. Further the study traces how the plurality and contradiction of prophecies grew visible through the print media. In trying to improve the reliable knowledge about the divine plan of salvation and the participation of mankind, the increasing uncertainty of human knowledge became obvious.
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PDF, Tyska, 2019356 kr
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Wenn eine große Zahl von Menschen an einem Ort zusammenkommt, kann dies zufällig oder beiläufig geschehen wie in den Einkaufsstraßen der globalen Metropolen. Folgen solche Agglomerationen politischen Impulsen, dann kann man in Anlehnung an den Historiker Georges Lefebvre (1874–1959) bereits von einer Art "Versammlung" (rassemblement) sprechen, die wenigstens basale Formen der Verfasstheit aufzuweisen pflegt.Wie in Jenseits der Ordnung? anhand von Beispielen aus dem gesamten europäischen Raum erörtert wird, war dies in der Frühen Neuzeit kaum anders. Auf der einen Seite erfüllte die Menge zu dieser Zeit eine konstitutionelle Funktion, indem sie im Rahmen ritueller und zeremonieller Formen dazu beitrug, die normativen Grundlagen der Vergemeinschaftung immer wieder zur Anschauung zu bringen und damit auch performativ zu befestigen. Dem entsprach eine politische Epistemologie, die sich lange auf die Evidenz organologischer Körperbilder und Metaphern stützte. Auf der anderen Seite war die Frühe Neuzeit auch eine Epoche, die von zahllosen kollektiven Protesten geprägt war, durch die Konflikte und soziale Spannungen prozessiert wurden.Orientiert an den Kategorien Gewalt, Verkörperungen und Steuerung bewegen sich die Beiträge des Bands in dem damit umrissenen Spannungsfeld. Konzeptuell schließt er einerseits an Debatten an, die sich in den letzten Jahren um die Relevanz von Schwärmen, Meuten oder Multitudes herum entfaltet haben. Andererseits geht es ihm darum, diese Debatten teils zu historisieren, teils mit historischer Tiefenschärfe auszustatten.