Thomas Jeschke – författare
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Im Zentrum aller Vermittlungs- und Transferprozesse stehen Praktiken und Techniken der Kompetenz- und Wissensvermittlung. Einen besonderen Zugang wählt der vorliegende Band für das Millenium, das als ‚Mittelalter‘ bezeichnet wird: Im Ausgang von der Schüler-Meister-Relation soll über die Sprach- und Kulturkreise hinweg nach den individuellen Lebensformen, sozialen Kontexten und institutionellen Voraussetzungen sowie nach den diskursiven Praktiken und epistemologischen Implikationen gefragt werden. Denn das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist ein Schlüssel zum Verständnis kulturell vermittelter Fertigkeiten und kulturell codierten Wissens.Die Grundlage dieser zentralen Relation kultureller Kompetenz- und Wissensvermittlung bildet die persönliche Erfahrung der beteiligten Träger: d.h. primär der Schüler und Meister selbst sowie der jeweiligen Institutionen. Die Untersuchung dieser Erfahrungen in ihren verschiedenen Facetten in der lateinischen und griechisch-byzantinischen, in der arabischen und hebräischen Tradition, in der Laien- und der Gelehrtenwelt, aber auch in der Alltagskultur und in den vielfältigen Bedingungen des Lehrens und Lernens rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das oftmals nur beiläufig und instrumentell behandelt wird.
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Del 104 - Studien und Texte zur Geistesgeschichte des Mittelalters
Deus ut tentus vel visus
Die Debatte um die Seligkeit im reflexiven Akt (ca. 1293 – 1320)
Inbunden, Tyska, 2010
4 623 kr
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In his Sentences Commentary (published ca. 1320), the Carmelite John Baconthorp discusses the question of whether beatitude is a reflexive act. He refers to John of Paris’s view in which beatitude is an act of knowing that we possess God and Durandus of St. Pourçain’s view that it is knowing that we know God. The object of the first is God as possessed (Deus ut tentus) and the second is God as known (Deus ut visus). Taking Baconthorp’s account as a starting point, the present study adopts a threefold approach: First it analyzes Baconthorp’s text on its own terms. Next it reconstructs the 13th/14th-century debate on the basis of the original sources. Finally it compares Baconthorp’s narration with the historical positions, drawing further conclusions about Baconthorp’s specific methodology.