Thorsten Halling – författare
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Die Urologie im Rheinland lieferte wichtige Beiträge zur Entwicklung des Faches. Daher lautet eine zentrale Frage wie sich diese Kulturregion und das Fachgebiet wechselseitig durchdringen und welche Bedeutung der Kategorie Raum in der medizinhistorischen Analyse zu kommen kann.
Der Band spannt daher einen Bogen von institutionellen über wissenschaftliche Entwicklungslinien, biographischen Skizzen bis hin zu kunst- und kulturhistorischen Aspekten der Urologie und Medizin im Rheinland.. Bedeutende Ärzte wie Bernhard Bardenheuer oder Gottfried Thelen werden ebenso untersucht wie berühmte „rheinische“ Patienten wie Heinrich Heine oder Robert Schumann. Aber auch niedergelassene Urologen wie Hans Koch werden vorgestellt oder kunstgeschichtliche Bezüge aufgezeigt.
Eindrucksvoll wird am lokalen Beispiel die Verfolgung jüdischer Urologen in der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet.
Das Buch ist ein anregender Überblick über die lokale und regionale Entwicklung der Urologie, gerade ohne Erfolgsgeschichten aufzeigen zu wollen, sondern ein Beispiel für den Urologenalltag in verschiedenen Epochen.
755 kr
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25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung unternimmt dieser Band den Versuch in deutsch-deutscher Perspektive die Fachgeschichte der Urologie zwischen 1945 und 1990 an ausgewählten Beispielen darzustellen. Die hier analysierten Entwicklungen liegen zum Teil nur zwei oder drei Jahrzehnte zurück und umfassen damit den Erfahrungshorizont der meisten Leser. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die strukturellen Bedingungen urologischer Tätigkeit sowie die personellen, institutionellen und intellektuellen Verflechtungen zwischen Urologen in der Bundesrepublik und in der DDR. Neben rein fachhistorischen Beiträgen vermitteln Beiträge von Zeitzeugen individuelle Perspektiven und lassen ein sehr vielfältiges Bild entstehen.
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Österreichische Urologie und internationale Netzwerke vom 19. bis zum 21. Jahrhundert
Ausgehend von der akademischen Etablierung einer Spezialdisziplin, die sich mit der modernen Krankenhausmedizin im 19. Jahrhundert etablierte, möchte die Buchpublikation erstmals zentrale Entwicklungslinien der österreichischen Urologie und ihre besonderen internationale Vernetzung nachzeichnen. Aufbauend auf den Arbeiten Neuburgers und Leskys wird der Versuch unternommen, neue wissenschaftliche Ergebnisse einer breiten Leserschaft, die alle an der Urologie und Medizingeschichte interessierte einschließt, näher zu bringen. Im Mittelpunkt stehen dabei neben prägenden Akteuren, zentrale Institutionen, die bisher noch nicht im Forschungsfokus lagen, Fachgesellschaften und konstituierende Themen. Konzeptionell und methodisch folgen die Einzelbeträge aktuellen Fragestellungen der Wissenschaftsgeschichte, wie z.B. Professionalisierung, Netzwerkanalyse, Anerkennungskulturen in den Wissenschaften, Exilforschung, Sexualforschung, Wissenskulturen und dem fachkulturelles Gedächtnis. Hierbei wird auch ein Schwerpunkt für die Zeit zwischen 1938-1945 und die besondere Rolle Wiens und Österreichs im Wissensaustausch mit Osteuropa gesetzt.
324 kr
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Der »Netzwerk«-Begriff ist in den letzten Jahren zu einer kulturellen Leitmetapher der modernen Gesellschaft und ihrer Wissenschaften avanciert.Dieser Band diskutiert die Frage der Universalität der Netzwerkmetapher in den Wissenschaften. Er verknüpft methodisch-theoretische Einführungen mit aufschlussreichen Fallbeispielen und bietet so einen bisher einmaligen transdisziplinären Überblick zur Anwendung des Netzwerkkonzepts in einem breiten Spektrum von Fachgebieten, das von der Wissenschaftsgeschichte über die Linguistik, Informationswissenschaft, Soziologie und Ökonomie bis hin zu den Neurowissenschaften reicht.