Torsten Musial – författare
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PDF, Tyska, 2020292 kr
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Der Regisseur Karl Fruchtmann (1915-2003) wurde als Jude verfolgt und war zeitweilig in den Konzentrationslagern Sachsenburg und Dachau inhaftiert. Seine Filme sind noch heute eindrucksvolles Zeugnis eines lebenslangen Kampfes gegen das Vergessen.Den Fernsehfilmen Karl Fruchtmanns eignet eine ganz eigene Kontur. Das gilt für die Themen, besonders jene, die eingreifen in die Debatte um die Darstellbarkeit der Shoah, aber auch für seine spezifische Inszenierungsweise und filmische Poetik. Seine Arbeiten setzen streng auf eine analytische Erzählstruktur. Fruchtmanns Stil ist zurückgenommen und besteht aus dem genauen Blick auf die Gesichter seiner Protagonisten und einer nuancierten Tonalität. Beim WDR erlernte er das filmische Handwerk und führte dort auch 1962 zum ersten Mal Regie. Sein Heimatsender aber wurde Radio Bremen, wo er ab 1963 allein 21 Filme verwirklichte.Fruchtmanns Grundthemen waren die Unterdrückung und die Gewalt von Menschen gegen andere Menschen, wesentlich gespeist durch seine Lagererfahrungen. Filme wie "Kaddisch nach einem Lebenden" (1969), "Zeugen - Aussagen zum Mord an einem Volk" (1981) und "Die Grube" (1995) sind Marksteine bei dem Versuch, die Schrecken der Verfolgung, Ausgrenzung und des millionenfachen Mords an den europäischen Juden einem Fernsehpublikum begreifbar zu machen.Mit DVD "Kaddisch nach einem Lebenden", ein Film von Karl Fruchtmann, © 1969 Radio Bremen
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PDF, Tyska, 2020302 kr
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Die Filme Eberhard Fechners (1927-1992) bilden ein Panorama der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts quer durch alle Gesellschaftsschichten.Seinen Ansatz, alltägliche Geschichte zu dokumentieren, verfolgte Fechner in seinen Spielfilmen, besonders aber in seinen Dokumentationen, in denen er mittels kunstvoller Montage aus endlosen Interviewstunden virtuelle Dialoge kreierte.Fechner reüssierte zunächst als Schauspieler und Regisseur am Theater, bevor er zu einem der stilprägenden Dokumentaristen des bundesdeutschen Fernsehens wurde, dessen Filme ein Millionenpublikum erreichten. Auf der Grundlage seines seit Kurzem zugänglichen Archivs in der Akademie der Künste und seiner in der Mediathek Fernsehen der Deutschen Kinemathek zur Sichtung bereitstehenden Filme gehen die Autoren des Buchs einzelnen Facetten des Fechner''schen Werkes nach: den ästhetschen Aspekten der Filme, seinem Engagement für die - nicht realisierte - Deutsche Mediathek, den nicht verwirklichten Filmprojekten und seiner besonderen Interviewtechnik.Mit Beiträgen von Rolf Aurich, Matthias Dell, Jan Gympel und Sven Kramer.
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PDF, Tyska, 2025330 kr
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Die spaten 1960er und die 1970er Jahre waren eine Blutezeit des bundesdeutschen Fernsehfilms. Gesellschaftskritische Themen wurden in innovativer und experimentierfreudiger Weise verhandelt und fuhrten regelmaig zu offentlichen Debatten. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Fernsehspielabteilung des Westdeutschen Rundfunks in Koln. Deren Leiter Gunter Rohrbach und die Redakteure Gunther Witte, Peter Marthesheimer, Joachim von Mengerhausen, Volker Canaris, Wolf-Dietrich Brucker und Alexander Wesemann verfolgten offensiv das Konzept, mit ihren Filmen das Publikum aufzuklaren, es mit der Wirklichkeit zu konfrontieren und sich damit in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Dies anderte sich erst gegen Ende der 1970er Jahre, als der Unterhaltungsaspekt der Filme gegenuber den politisierenden Inhalten mehr Gewicht bekam. Mit einem ausfuhrlichen werkbiografischen Gesprach von Martin Wiebel mit Gunter Rohrbach, Beitragen von Dietrich Leder und Torsten Musial sowie biografischen Portrats der Redakteure.