AUF DER SUCHE NACH HANNAH ARENDT»›Hannah Arendt‹ war der schwierigste Film, den ich je gemacht habe«, sagt Margarethe von Trotta. Die große Denkerin Hannah Arendt fühlte sich zeitlebens nur ihrem eigenen Verstand verpflichtet. Sich ihr zu nähern heißt für Trotta daher, »einem Menschen beim Denken zuzuschauen«. Mit dem Begleitbuch zum Film eröffnet sich ein Blick hinter die Kulissen, wird das Making of in Bild und Text sichtbar. Zugleich bietet dieser Band einen Einblick in das Werk Hannah Arendts, fragt er nach dem, was uns die große Philosophin und Autorin von »Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Balaität des Bösen« heute zu sagen hat.»Denken ohne Geländer ... Das ist für mich Hannah Arendts Vemächtnis.«Margarethe von Trotta»Ein ausgezeichnetes Buch.«Elke Schmitter, Der Spiegel
Die späten 1960er und die 1970er Jahre waren eine Blütezeit des bundesdeutschen Fernsehfilms. Gesellschaftskritische Themen wurden in innovativer und experimentierfreudiger Weise verhandelt und führten regelmäßig zu öffentlichen Debatten. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Fernsehspielabteilung des Westdeutschen Rundfunks in Köln.Deren Leiter Günter Rohrbach und die Redakteure Gunther Witte, Peter Märthesheimer, Joachim von Mengerhausen, Volker Canaris, Wolf-Dietrich Brücker und Alexander Wesemann verfolgten offensiv das Konzept, mit ihren Filmen das Publikum aufzuklären, es mit der Wirklichkeit zu konfrontieren und sich damit in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Dies änderte sich erst gegen Ende der 1970er Jahre, als der Unterhaltungsaspekt der Filme gegenüber den politisierenden Inhalten mehr Gewicht bekam.Mit einem ausführlichen werkbiografischen Gespräch von Martin Wiebel mit Günter Rohrbach, Beiträgen von Dietrich Leder und Torsten Musial sowie biografischen Porträts der Redakteure.