Colloquium Metaphysicum – serie
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11 produkter
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Inbunden, Tyska, 2022
1 121 kr
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Das Eine, das Gute, das Wahre und das Schöne – unum, bonum, verum, pulchrum – werden in der hochmittelalterlichen Philosophie als allgemeine Bestimmungen eines ungegenständlichen Seins, dessen erkennbare Spur sich in allem gegenständlich Seienden findet, verstanden. Weil diese Bestimmungen alle besonderen Seinsweisen übersteigen, werden sie ‚Transzendentalien‘ oder ‚Communissima‘ genannt: das, was allen Dingen gemeinsam ist. Der Sinn dieser Logik erschließt sich, wenn wir die Erkenntnis des jeweils Seienden, der Einzeldinge, in deren Anteilsbeziehung zum schlechthinnigen Sein – in dem sich das Eine, Gute, Wahre und Schöne verbinden – begreifen. Eben dazu will uns diese Denkform, die unter anderem auf Aristoteles zurückgeht und um die unter den Philosophen des Mittelalters gerungen wurde, anleiten; sie blieb bis in die Neuzeit maßgeblich als das Herz der europäischen Metaphysik. Heute ist uns dieses Denken fremd geworden. Man muss es sich aber vor Augen führen, um die mittelalterliche Philosophie, zu der die Neuzeit trotz aller Diskontinuitäten in weit engerer Verbindung steht, als uns allermeist bewusst ist, verstehen zu können. Zudem war die Logik der Transzendentalien nicht nur philosophiehistorisch wirksam, sondern eine Erkenntnislehre, die ihre fortwirkende Bedeutung bis heute behalten hat und deshalb eine Vergegenwärtigung verdient.
Inbunden, Tyska, 2023
1 121 kr
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Für das Verständnis der Philosophie Immanuel Kants eröffnen sich neue Einsichten, wenn man neben den Druckschriften auch Kants Vorlesungen beizieht. Im vorliegenden Band werden unter dieser Maßgabe zentrale Aspekte der Kantischen Philosophie – Metaphysik, Logik, Anthropologie sowie Moral-, Rechts- und Religionsphilosophie – beleuchtet und neu gedeutet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den Grenzen des Wissens, wie Kant sie in seiner Transzendentalphilosophie beschrieben hat, und dem durch diese Grenzbestimmung eröffneten Freiraum des Glaubens. Diese Einhegung der theoretischen Philosophie hat weitreichende Folgen für die Anthropologie. Der Mensch ist frei, die obersten Maximen seines Handelns – seine Gesinnung – zu bestimmen. Dafür trägt er Verantwortung. Welche Wirkung eine Entscheidung zeitigt, bleibt ihm verborgen. Kants Beharren auf der Unerkennbarkeit der ‚Dinge an sich‘ gewinnt hier seinen vollen anthropologischen Ernst.
Inbunden, Tyska, 2023
716 kr
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Sofern es im phänomenologischen Sinne nur Sein geben kann, wenn es Erscheinen gibt, ist unsere Seinserfahrung an eine originär leibliche Subjektivität gebunden, welche als Lebenserprobung jeder Seinsbegegung transzendental vorausliegt. Dem wird im Zusammenhang mit dem abendländischen Transzendenzbegriff nachgegangen, wobei auch die transkulturelle Perspektive der Leere im Buddhismus sowie der urchristlichen Doxa als Herrlichkeit Gottes berücksichtigt wird. Durch die Identität von Lebenserprobung und ursprünglichem Nicht-Wissen hinsichtlich solcher Lebenspassibilität ist zugleich jede Diskursivität aufgehoben, welche den Anspruch erhebt, über eine begriffliche Sinnstiftung diese Originarität unserer abgründigen Seins- als Lebenserprobung einholen zu können. Daraus ergeben sich ethische wie religiöse Konsequenzen für unsere kulturelle Zukunft, die nicht mehr von der Allgemeinheit mittels Wissen und Lebensformen geprägt sein wird, sondern wo Ipseität und Kopathos für alle Individuen inden Mittelpunkt rücken.
Inbunden, Tyska, 2023
919 kr
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Drei wichtige Manuskripte aus dem Nachlass von Richard Schaeffler – er lebte von 1926 bis 2019 – versammelt dieses Buch, ergänzt um eine Reflexion zur Theodizee und vier Beiträgen des Herausgebers über Leben und Werk des bedeutenden Philosophen. Die bisher unbekannten, autobiographisch geprägten Texte Schaefflers, die er kurz vor seinem Tod dem Herausgeber für eine spätere Veröffentlichung überließ, erscheinen hier erstmals. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass Denken und Leben bei Schaeffler zu einer Einheit verschmelzen: Durch Lebenserfahrung angestoßen, eröffnet uns das Denken die Möglichkeit einer Versöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte. Das gilt in besonderer Weise für die Erfahrung von Leid, die Schaefflers Leben vor allem in der Jugend – als Halbjude in der Zeit des Nationalsozialismus – und im Alter – angesichts von Krankheit und Siechtum – prägte. Wie kann Philosophie mit Leiden und Endlichkeit umgehen, ohne der Verzweiflung zu verfallen? Dem Leser gibt Schaeffler Zeugnis von seiner Selbstverständigung als Wissenschaftler: dass nämlich Philosophie nur dort ihren Namen verdient, wo sie nicht in der weltentrückten Beschaulichkeit eines Gelehrtenzimmers betrieben wird, sondern – als Lebensform eingeübt und erprobt – ihren Ausgang nimmt in den eigenen (Leid-) Erfahrungen – der Erfahrung bedrängender menschlicher Endlichkeit. Das Leben ist der Prüfstein des Denkens.
Inbunden, Tyska, 2024
1 222 kr
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Wie ist es möglich, dass im Erklingen einer komplexen Folge von Lauten ein Sinn offenbar wird, der mit der lautenden Gestalt selbst scheinbar wenig bis gar nichts zu tun hat? Das Buch nähert sich der Frage nach der Seinsweise des gesprochenen Wortes auf dem Wege zeitgenössischer Phänomenologie und Hermeneutik und erörtert sie vor dem Hintergrund etablierter Modelle der philosophischen Sprachauslegung. Es nimmt dabei die vielfältigen Ebenen des Bedeutens, die an die Verfasstheit des Wortes als leibhaft-lautender Akt gebunden sind, in den Blick. In Anknüpfung an die von Hans-Georg Gadamer angeregte Deutung vom Kerngedanken der Inkarnation her, entwickelt der Autor eine Philosophie der Sprache, die ihren Ausgang nimmt im Verständnis des Logos, wie es im Prolog des Johannes begründet und unter anderem von Augustinus, Thomas von Aquin und Nicolaus Cusanus entfaltet wird. Im Lichte dieser Zugänge erscheint das Wort – fernab jeder reduktionistischen Auslegung als bloßes Laut-Zeichen – in einem umfassenden Sinn als leibhaftes Symbol des Menschen in seiner Befindlichkeit und seinem Verhalten in der Welt.
Inbunden, Tyska, 2024
914 kr
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In seiner berühmten Logikvorlesung stellt Immanuel Kant die berühmten Leitfragen der Philosophie "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?". Dem fügt er dann die Frage "Was ist der Mensch?" an und schreibt, all das, was in den ersten Fragen behandelt würde, könne man zur vierten zählen. Dieses Buch fragt demnach nach dem anthropologischen Subtext der drei ersten Fragen, also: Was erfahren wir über die vierte Frage, wenn Kant sich der Wissens-, Sollens- und Hoffensfrage zuwendet?
Inbunden, Tyska, 2024
1 121 kr
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Ist Natur eine Norm der Praxis? Mit anderen Worten gefragt: Weist seine Natur dem Menschen einen Weg zum rechten – gar zu einem gebotenen – Handeln?Seit Aristoteles wurde diese für die menschliche Lebensform gewichtige Frage mit einem unmissverständlichen ‚Ja‘ beantwortet. Die Neuzeit neigt überwiegend zu einer gegenteiligen Antwort. Denn, so wird jetzt gefragt: Was ist eigentlich Natur? Ist sie dem Menschen gleichsam als Mitgift in die Wiege gelegt, also seinem Lebensvollzug und seinen Handlungsentscheidungen mit verbindlichem Anspruch vorgegeben? Oder ist Natur – das Sein des Menschen – allein das, was der Mensch zwischen Geburt und Tod aus sich selbst macht, also bloß ein So-und-Jetzt-Sein? Ist der Mensch im Sinne normativer Natürlichkeit möglicherweise ganz und gar unbestimmt? Kurzum: Wie steht es um die Natur des Menschen und deren Anspruch auf Normativität?Dieser Streitfrage, die heute im Für und Wider – nicht zuletzt im Blick auf die sich zunehmend verschärfende Herausforderung einer Selbstbehauptung des Humanen angesichts einer immer mächtiger werdenden Bevormundung unserer Lebensvollzüge durch Algorithmen – auf das Heftigste in Philosophie wie in Politik verhandelt wird, gehen die Beiträge dieses Buches, das viele inzwischen maßgeblich gewordene Wortmeldungen zur Sache versammelt, nach.
Inbunden, Tyska, 2024
1 020 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
„Mein Thema ist eigentlich Metaphysik in der weitesten Bedeutung“ bemerkt Kant im Jahr 1794. Die Probleme der Metaphysik, ihre Methode, ja die Frage nach ihrer Möglichkeit und deren Bedingungen bleiben ein konstantes Thema seiner Veröffentlichungen und Forschungen. Die in diesem Band vereinigten Aufsätze beleuchten unterschiedliche Aspekte dieses Lebensthemas: eine Rekonstruktion zentraler Etappen auf dem Weg hin zu einer sogenannten ‚Ideenmetaphysik‘, so wie sie ihre erste Form in der 1781 erschienenen Kritik der reinen Vernunft gefunden hat; sodann eine Untersuchung zum 'Transzendentalen Ideal' als der höchsten metaphysischen Idee. Weiterhin wird Kants Ideenmetaphysik im Hinblick auf die Sinnfrage gedeutet, und unter dem Stichwort des 'doktrinalen Glaubens' die Frage nach der spezifischen Modalität des metaphysischen Diskurses behandelt. Schließlich münden diese Untersuchungen in die Erörterung der Idee einer praktisch-orientierten Metaphysik als Antwort auf die Fragen nach Gott und zukünftigem Leben – Antworten, die Ausdruck letzter Gedanken sind.
Inbunden, Tyska, 2024
1 121 kr
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Politisches Denken kreist um Gründe und Grenzen der Herrschaft, die wir als Menschen übereinander und über uns selbst behalten müssen, wenn wir nicht unsere personale an die unbegreifliche Macht von Systemen, Strukturen, Funktionen, Algorithmen, Apparaten oder Organisationen abtreten wollen. Es ist unsere vernünftige Natur, die uns vor die Machtfrage stellt, indem sie uns die freie Entscheidung darüber aufzwingt und überlässt, ob und wie wir zu ihr und zu uns selbst stehen. Und es ist die Herrschaft des Rechts, die uns den Weg zu ihrer Beantwortung gewiesen hat.
Inbunden, Tyska, 2026
513 kr
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Die Vernünftigkeit religiösen Glaubens wird vor allem von zwei Seiten bestritten: einem Naturalismus, demzufolge allein die Naturwissenschaften uns sagen, was es gibt und wie dies beschaffen ist; und einem Irrationalismus, der religiöse Wahrheit jenseits allen vernünftigen Argumentierens verortet. Beiden stellt sich Richard Purtill entgegen, indem er festhält an der Idee einer Rechtfertigung religiösen, insbesondere christlichen Glaubens mittels der Vernunft. Er widerspricht den verbreiteten Einwänden, religiöser Glaube sei Wunschdenken, sinnlos oder gar unmoralisch, und argumentiert, dass Moral und Glücksstreben ebenso wie unser Denken über das Universum erst Sinn erhalten, wenn wir die Welt mit Gott denken. Richard Purtill lebte von 1931 bis 2016 und lehrte von 1962 bis 1996 Philosophie an der Western Washington University in Bellingham, Washington, USA. Seine Publikationen, von denen Grundfragen der Ethik und Grundkurs des religiösen Denkens bereits auf Deutsch vorliegen, umfassen die ganze Breite der Philosophie. Daneben verfasste Purtill Fantasy und Science-Fiction, worin er, angeregt durch die Werke von J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis, erzählerisch philosophische und theologische Themen verarbeitete. Mit dem hier vorliegenden Buch erscheint sein religionsphilosophisches Hauptwerk erstmals in deutscher Sprache.
Inbunden, Tyska, 2026
513 kr
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Dürfen wir der Vernunft zutrauen, letzter Maßstab unserer Urteile zu sein? Wenn es die Einheit der Vernunft – als die eine und einzige Menschenvernunft, die unterschiedslos allen zukommt – nicht gibt, verfällt auch ihr Anspruch auf allgemeine Geltung.Das vorliegende Buch widmet sich der Klärung des Gegensatzes von Vernunftvertrauen und Vernunftverachtung. Gefragt wird, was Vernunft ist, über welche Kraft sie verfügt und wo sie an ihre Grenzen stößt. Es geht um die Unabweislichkeit der von ihr selbst aufgeworfenen und sie gleichwohl überschreitenden Fragen, ihr Leiden an sich selbst, ihre Gesetzgebung für rechtes Handeln, ihr Verhältnis zum Glauben – und um ihre Rolle im gesellschaftlichen Leben. Wird der Universalismus der Vernunft verworfen, wie heute vielfach gefordert, folgt deren Partikularisierung: der Machtkampf um Narrative tritt an die Stelle der Streitschlichtung im Diskurs, die Grenze zwischen Realität und Fiktionalität verschwimmt. Den Grundriss einer Kultur, die aus sich heraus den Gedanken unantastbarer menschlicher Würde entwickelt, zeichnet jedoch allein jene eine und einzige Vernunft, die sich wirklichkeitserfassendes Erkennen zutraut und dem Denken eine Wahrheitspflicht auferlegt.