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    1. Skönlitteratur
    2. Dramatik

    Cur Deus homo und die vom Ordnungsdenken geprägte Theologie Anselms

    AvJonathan Flämig

    Inbunden, Tyska, 2026

    Del 212 i serien Beiträge zur historischen Theologie

    1 628 kr

    Beställningsvara. Skickas inom 3-6 vardagar. Fri frakt över 249 kr.

    Beskrivning

    Die Schrift Cur Deus homo gilt als eines der bedeutendsten Werke Anselms, zugleich aber als eines der am meisten missverstandenen. In der modernen Theologie wird sie häufig dafür kritisiert, göttliches Handeln menschlichen Kategorien der Satisfaktion zu unterwerfen und damit Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu relativieren. Jonathan Flämig entwickelt eine neue Perspektive, indem er das Werk konsequent im Rahmen von Anselms Ordnungsdenken interpretiert. Ausgangspunkt sind die grundlegenden Differenzen zwischen Schöpfer und Geschöpf sowie die Stellung des Menschen als Vernunftwesen und Ebenbild Gottes. Entscheidend ist dabei Anselms Leitgedanke, dass die Stellung eines Wesens in der Ordnung stets ein Sollen impliziert sowie dass Freiheit von ‚Rechtheit' (rectitudo) abhängt - also von der Übereinstimmung des Seins/Handelns mit diesem Sollen, das sich aus der Ordnung ergibt. Auf dieser Basis begründet Anselm die Rationalität des göttlichen Heilshandelns. Zudem erschließt er in Hinblick auf den Menschen Sünde nicht als äußerliche Schuld, sondern als Abkehr vom eigenen Wesen, und deutet Versöhnung als Wiederherstellung von Rechtheit. Damit wird sichtbar, dass Anselm in Cur Deus Homo einen christologisch fokussierten, aber existentiell relevanten Zugang zur Soteriologie entwickelt. Der Autor bettet diesen Ansatz in die Gesamttheologie Anselms ein, zeigt den Zusammenhang von Trinitätstheologie, Erkenntnistheorie, Hamartiologie, Soteriologie und Freiheitslehre und rehabilitiert so die Bedeutung des Werkes für die westkirchliche Versöhnungslehre.

    Produktinformation

    • Utgivningsdatum:2026-02-10
    • Mått:155 x 232 x 38 mm
    • Vikt:935 g
    • Format:Inbunden
    • Språk:Tyska
    • Serie:Beiträge zur historischen Theologie
    • Antal sidor:536
    • Förlag:Mohr Siebeck
    • ISBN:9783162000477

    Utforska kategorier

    • Dramatik inom Skönlitteratur
    • Religion: allmänt inom Filosofi och religion

    Mer om författaren

    Geboren 1982; Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg für Englisch und Evangelische Religion; 2024 Promotion an der Ev.-theol. Fakultät der Universität Tübingen.

    Innehållsförteckning

    • I. Darlegung des Forschungsansatzes und einleitende Analysen von Anselms Cur Deus homo1. Überblick über ausgewählte Rezeptionen von Anselms CDH und der Forschungsansatz der vorliegenden Studie2. Fragestellung und Zielgruppen der Schrift CDH3. Die kompositorische Struktur von CDHII. Die göttlichen Perfektionen als Interpretationsschlüssel der Theologie Anselms und speziell des Werks CDH1. Gott als summa ratio/veritas - Anselms Vernunft- und Erkenntnistheorie als Basis seiner wissenschaftlichen Methode1.1 Die gegenseitige Verschränkung von ordo, ratio und Gott1.2 Die Abhängigkeit der menschlichen Vernunfterkenntnis von Gott1.3 Anselms Verhältnisbestimmung von fides und intellectus1.4 Anselms Argumentationsmethode in CDH1.5 Die Grenzen der menschlichen Erkenntnis Gottes1.6 Fazit: Anselms Forschungskonzept interpretiert anhand des memorare-intelligere-amare2: Gott als summum bonum, summa unitas, summa immutabilitas - Anselms Gottes- und Inkarnationslehre2.1 Gottesumschreibungen Anselms im Monologion und Proslogion2.2 Gott als summa unitas und trinitarisch bestimmter summus spiritus2.3 Gott als summa immutabilitas und seine Transzendenz in Bezug zur Immanenz2.3.1 Die immutabilitas dei und der Ansatz, die Einheit als Gegensatz zur Vielheit zu sehen2.3.2 Die immutabilitas dei und der Ansatz, die Vielheit als Moment der Einheit zu sehen2.3.3 Die immutabilitas dei und die Inkarnation und Passion der zweiten trinitarischen Person3. Gott als summa iustitia - Die (Un-)Gerechtigkeit des Menschen, Gottes und des Gott-Menschen3.1 Allgemeine Begriffsbestimmung der ‚iustitia' als Art der ‚rectitudo'3.2 Die vom Menschen geforderte iustitia3.3 Die tatsächliche iniustitia der Menschen (außer dem Gott-Menschen)3.3.1 Der Inhalt der Sünde3.3.2 Die Folgen der Sünde3.3.3 Anselms Lehre von der Ursünde (peccatum originale/naturale)3.4 Die iustitia Gottes hinsichtlich des Ursprungs des malum3.5 Die iustitia Gottes gegenüber dem Sünder3.5.1 Sola misericordia - Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit3.5.2 Districta iustitia - Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit?3.5.3 Iustitia miserens - Gerechtigkeit als Barmherzigkeit3.6 Die iustitia des Gott-Menschen3.6.1 Die iustitia des Gott-Menschen dank seiner sündlosen Geburt3.6.2 Inhalt und Ausmaß der vom deus-homo erbrachten Satisfaktionsleistung3.6.3 Geber und Empfänger der Satisfaktionsleistung3.7 Die iustitia Gottes gegenüber dem Gott-Menschen4. Gott als summa potestas und Verteidiger der Ordnung wider die Unordnung der Sünde4.1 Allg. Inhaltsbestimmung der Allmacht Gottes als Exklusion äußerer und Inklusion innerer Notwendigkeiten4.2 Die Freiheit Gottes, dass er sein Schöpfungsziel umsetzt4.3 Gottes Freiheit, wie er sein Schöpfungsziel umsetzt5. Gott als summa bonitas - Verhältnis göttl. Gnade und menschlicher Freiheit und Verantwortung im ordo salutis5.1 Einleitende Problembestimmung5.2 Praedestinatio - Vereinbarkeit des göttl. Vorherwissens und Vorherbestimmens mit der menschl. Willensfreiheit5.3 Vocatio, illuminatio, conversio - Göttl. Gnade/menschl. Freiheit bei Wiederherstellung d. Rechtheit des Willens5.4 Iustificatio - Zusammenspiel der göttlichen Gnade und des Menschen bei der Begleichung menschlicher Schuld5.5 Conservatio fidei, perseverantia - Zusammenspiel der göttl. Gnade u. d. Menschen bei Heiligung (sanctificatio)5.6 Glorificatio - Verherrlichung in der Seligkeit (beatitudo)III. Resümee: Alles in Ordnung?