Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 1,7, Universitat Duisburg-Essen (Historisches Institut), Veranstaltung: Der Peloponnesische Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich, auf Grundlage der Geschichtswerke zweier groer Personlichkeiten, Thukydides und Plutarch, mit Perikles, einem Staatsmann der als "e;Kristallisationspunkt eines Klassischen Griechenlands"e; gilt. Am Vorabend des Peloponnesischen Krieges hatte Perikles eine bedeutende Stellung in der athenischen Politik inne. So uberliefert Thukydides in seiner abschlieenden Wurdigung, "e;So hatte man dem Namen nach zwar Volksherrschaft, in Wirklichkeit aber eine durch den ersten Mann ausgeubte Fuhrung"e;. Der Peloponnesische Krieg, welcher von Thukydides akribisch dokumentiert wurde, war "e;( ) die schwerste Erschutterung, welche je die Hellenen heimgesucht hatte, ( )"e;. Nach jedem gefuhrten Krieg wird ein Schuldiger gesucht. Die attische Komodie, auf die ich im Rahmen meiner Arbeit eingehen werde, hat in Perikles den Schuldigen gefunden. Ganz anders Thukydides: Der Historiker hielt den Krieg fur unausweichlich. Diese Diskrepanz ist Grundlage fur Diskussionen in der heutigen Forschung und ein zentrales Thema dieser Arbeit. Es sei unerklarlich, dass Zeitzeugen in Perikles einen Kriegstreiber sahen, Thukydides jedoch diesem Vorwurf keine Beachtung schenkte. Jungst machte sich der Vorwurf laut, Thukydides habe Perikles idealisiert. Wolfgang Will sieht im thukydideischen Portrat des Perikles das Wunschbild eines Strategen, der den Krieg gewonnen hatte. Wills Vorwurf basiert auf der sogenannten thukydideischen Frage, ob das Geschichtswerk des Thukydides in einem Zuge geschrieben worden sei, oder nachtraglich uberarbeitet wurde. Die vorliegende Arbeit beleuchtet im ersten Schritt die Anlasse und Ursache des Peloponnesischen Krieges. Anschlie end folgt eine Charakterisierung des Perikles anhand ausgewahlter Passagen des thukydideischen Werkes. Die Darstellung des Perikles in der plutarchischen Doppelbiographie und die darin enthaltenen aristophanischen Elemente werden in der zweiten Halfte dieser Arbeit behandelt. Der Prozess des Phidias wird immer wieder mit dem Kriegsausbruch in Verbindung gebracht. Daraus resultiert die Notwendigkeit, dies in dieser Arbeit zu thematisieren. Die Arbeit wird mit einer kurzen Zusammenfassung und einem darauffolgenden Fazit abschlie en.