Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Kunst - Fotografie und Film, Note: 1,0, Friedrich-Alexander-Universitat Erlangen-Nurnberg (Theater- und Medienwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Mussen Fotografien echt und authentisch sein oder ist es viel mehr die Wirkung des Authentischen, das sie interessant machen? Um dem auf den Grund zu gehen, bedarf es nun eine ausfuhrliche Analyse. Die Photographie scheint zwei Aspekte zu vereinen: das kunstlerische Tun und das Abbilden von Realitaten. Was der Photographin im realen Leben vor die Linse springt, wird festgehalten. Im Gegensatz zu weitaus alteren Kunsten, wie der Malerei, zeigt die Photographie das, was ist und nicht das, was sein konnte. Oder doch nicht? Schon seit dem Beginn der Photographie im 19. Jahrhundert steht die Erfindung im Schatten der Frage nach Wirklichkeit und Symbolik. Sie stellt die Realitat dar und verweist gleichzeitig auf gesellschaftliche Konstruktionen. Besonders die Digital-Fotografie mag auf letzteres zuruckgreifen: Gesellschaftliche Phanomene und Problematiken werden von Kunstlern und Kunstlerinnen, wie Andreas Gursky oder Beate Gutschow, aufgegriffen und kommen in ihren Digital-Fotografien zum Ausdruck. Vielleicht nicht auf den ersten, aber auf den zweiten Blick wirken Digital-Fotografien kunstlich, surreal und spiegeln dennoch Realitaten. Die Frage nach Authentizitat und Glaubwurdigkeit wird in ein neues Licht geruckt. Diese neue Ansichtsweise wird in der vorligenden Arbeit anhand der Fotografie S#12 von Beate Gutschow untersucht. Es wird herausgearbeitet, wie die digitale Fotografie Realitat darstellt, bzw. wie sich Realitat zeigt, wenn es in der Welt Kunst gibt um es mit den Worten Wudkes zu beschreiben.