Ovids Kalendergedicht Fasti"e; entstand in einer Phase des politischen Umbruchs: Augustus funktionalisierte den Kalender in dieser Zeit nicht nur als Medium der Zeitordnung, sondern auch der kulturellen Identitatsstiftung, um seine entstehende monarchische Ordnung zu legitimieren. Die in diesem Band versammelten Beitrage untersuchen die Fasti"e; im Spannungsfeld von Dichtung und Zeitgeschichte als poetische Aushandlung kalendarischen Wissens - mit all seinen politischen, poetologischen und kulturellen Dimensionen. Im Zentrum der Beitrage steht daher die Frage nach dem aitiologischen Wissen von Ovids Kalender, seiner Rolle in Roms Erinnerungsdiskurs und der unterhaltenden Reflexion augusteischer Themen. Mit Beitragen von Lisa Cordes | Therese Fuhrer | Simon Grund | Robert Kirstein | Maud Pfaff-Reydellet | Wolfgang Polleichtner | Dennis Pulina | Darja Sterbenc Erker | Gareth D. Williams