Dennis Pulina – författare
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Im 15. Jahrhundert war das lateinische Epos an italienischen Fürstenhöfen zu einem bedeutenden, in der Forschung jedoch bislang wenig erschlossenen Mittel der Herrschaftsinszenierung avanciert. Nördlich der Alpen wurde in weiterer Folge erstmals Kaiser Maximilian I. Gegenstand von breit angelegten epischen Darstellungen. Die Arbeit untersucht die Strategien und Wirkweisen dieser Heroisierungen. Sie zeigt auf, wie Maximilians episches Heldentum einerseits antiken Idealen entsprach und von einer langen Gattungstradition geprägt war, andererseits an seine Person sowie an zeitspezifische Erfordernisse angepasst wurde. Die Epen werden in ihrem Verhältnis zu antiken und spätmittelalterlichen Vorläufern kontextualisiert, sodass die Spezifika der Maximiliansheroik sichtbar werden. Die dabei gewonnen Erkenntnisse ergänzen nicht nur die Forschung zu Maximilians ‚Ruhmeswerk‘ und zur Frühzeit des transalpinen Humanismus, sondern leisten auch einen Beitrag zum Wandel von Heroisierungsmustern in der Geschichte des klassischen Epos. In ihrem adaptierbaren methodischen Zugang liefert die Arbeit darüber hinaus ein neues Instrumentarium für die Analyse epischer Heroisierungen überhaupt.
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Im 15. Jahrhundert war das lateinische Epos an italienischen Fürstenhöfen zu einem bedeutenden, in der Forschung jedoch bislang wenig erschlossenen Mittel der Herrschaftsinszenierung avanciert. Nördlich der Alpen wurde in weiterer Folge erstmals Kaiser Maximilian I. Gegenstand von breit angelegten epischen Darstellungen. Die Arbeit untersucht die Strategien und Wirkweisen dieser Heroisierungen. Sie zeigt auf, wie Maximilians episches Heldentum einerseits antiken Idealen entsprach und von einer langen Gattungstradition geprägt war, andererseits an seine Person sowie an zeitspezifische Erfordernisse angepasst wurde. Die Epen werden in ihrem Verhältnis zu antiken und spätmittelalterlichen Vorläufern kontextualisiert, sodass die Spezifika der Maximiliansheroik sichtbar werden. Die dabei gewonnen Erkenntnisse ergänzen nicht nur die Forschung zu Maximilians ‚Ruhmeswerk‘ und zur Frühzeit des transalpinen Humanismus, sondern leisten auch einen Beitrag zum Wandel von Heroisierungsmustern in der Geschichte des klassischen Epos. In ihrem adaptierbaren methodischen Zugang liefert die Arbeit darüber hinaus ein neues Instrumentarium für die Analyse epischer Heroisierungen überhaupt.
Dichtung und Zeitgeschichte - Ovids "Fasti" als augusteischer Wissensspeicher
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Ovids Kalendergedicht „Fasti" entstand in einer Phase des politischen Umbruchs: Augustus funktionalisierte den Kalender in dieser Zeit nicht nur als Medium der Zeitordnung, sondern auch der kulturellen Identitätsstiftung, um seine entstehende monarchische Ordnung zu legitimieren. Die in diesem Band versammelten Beiträge untersuchen die „Fasti" im Spannungsfeld von Dichtung und Zeitgeschichte als poetische Aushandlung kalendarischen Wissens – mit all seinen politischen, poetologischen und kulturellen Dimensionen. Im Zentrum der Beiträge steht daher die Frage nach dem aitiologischen Wissen von Ovids Kalender, seiner Rolle in Roms Erinnerungsdiskurs und der unterhaltenden Reflexion augusteischer Themen. Mit Beiträgen von Lisa Cordes | Therese Fuhrer | Simon Grund | Robert Kirstein | Maud Pfaff-Reydellet | Wolfgang Polleichtner | Dennis Pulina | Darja Šterbenc Erker | Gareth D. Williams