Zwischen Staat und Gewalt auf See
Wie Piraterie, Kaperkrieg und Seehandel die fruhneuzeitliche Weltordnung formten
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Beskrivning
Piraterie war in der fruhen Neuzeit keine bloe Kriminalitat - sie war ein Instrument der Macht, das zwischen staatlichem Auftrag und eigenem Profit changierte. Dieses Buch folgt den verworrenen Linien zwischen Freibeutern, die im Namen ihrer Konige plunderten, Piraten, die jeden angriffen, und Marinen, die Ordnung zu schaffen versuchten, wahrend sie selbst oft skrupellos agierten. Wir sehen die Karibik als Schauplatz, wo spanische Schatzflotten, englische Freibeuter, franzosische Bukaniere und niederlandische Handler aufeinanderprallten. Wir folgen den Routen uber den Atlantik, den Indischen Ozean, die Stra e von Malakka. Wir rekonstruieren, wie Piraterie funktionierten: die Hafenstadte, die sie duldeten, die Netzwerke, die sie versorgten, die rechtlichen Grauzonen, die sie nutzten. Das Buch untersucht auch, wer als Pirat gebrandmarkt wurde und warum. Fur die einen war Francis Drake ein Held, fur die Spanier ein Verbrecher. Fur die Englander waren maghrebinische Korsaren Feinde, wahrend ihre eigenen Kaperbriefe legitim erschienen. Diese Ambivalenz zeigt, wie Seeherrschaft und Gewalt miteinander verwoben waren und wie koloniale Expansion oft auf privatem Raubzug basierte. Was bedeutete Souveranitat auf hoher See, wenn niemand dort wirklich regierte? Wie finanzierte sich imperiale Macht durch Plunderung? Und welche Spuren hinterlie diese Epoche in unserem heutigen Volkerrecht und unserer Vorstellung von maritimer Sicherheit?