'Talking Intervention' - attitudes towards German Foreign Policy and the conditional influence of emphasis frames

AvPatrick Haack

E-bok
PDF, Engelska, 2007

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Diploma Thesis from the year 2007 in the subject Politics - Topic: German Foreign Policy, grade: 1,1, University of Constance, language: English, abstract: Patrick Haack untersucht in seiner politikwissenschaftlichen Diplomarbeit den Einfluss des Textframings auf politische Einstellungen zu einer fiktiven Ausweitung des Libanon-Einsatzes der Bundeswehr auf die syrisch-libanesische Grenze. Aufgrund einer quantitativen Inhaltanalyse der Bundestagsdebatte zum Libanon-Einsatz identifiziert er zunachst zwei grundlegende Frames (Verantwortungs- und Risiko-Frame) die jeweils von Befurwortern und Gegnern des Bundeswehr-Einsatzes ins Spiel gebracht werden. Der Autor verwendet diese Frames schlielich um drei Versionen eines fiktiven Zeitungsartikels (pro, contra und neutral) zu konstruieren und in einer experimentellen Studie deren Einfluss auf die Meinungsbildung der Probanden zu untersuchen. Die Analyse und Auswertung der Antworten mit Hilfe von linearen und logistischen Regressionstechniken bestatigt die zentrale Annahme dieser Arbeit: Der Einfluss von politischer Argumentation kann nur unter Einbeziehung individueller Merkmale der Burger vollstandig nachvollzogen werden. Im Vergleich zur neutralen Version reduziert der Risikoframe die Zustimmung zum Bundeswehreinsatz, wohingegen der Verantwortungsframe wirkungslos bleibt. Der Einfluss des Risikoframes ist jedoch abhangig vom individuellen Vorwissen und den politischen Pradispositionen der Probanden. Je besser sie uber deutsche Au enpolitik informiert sind, umso eher erweist sich der Risikoframe als wirkungslos. Inkongruenz zu politischen Pradispositionen erhoht hingegen die Wirkungsweise des Risikoframes. Daruber hinaus ergibt die Modellierung eines dreifachen Interaktionseffekts, dass die Wirksamkeit des Verantwortungsframes bei gegebener dispositiver Kongruenz positiv vom Grad des politischen Vorwissens abhangt. In inhaltlicher Hinsicht liefert die Arbeit eine experimentelle Bestatigung der militarischen Opfer-Aversion in Deutschland und knupft an die wachsende Literatur des Body-Bag-Effect an. Jedoch zeigt sich, dass die Sichtweise einer manipulierbaren Bevolkerung zu vereinfachend ist, da sie unter bestimmten Umstanden die ihr offerierten Begrundungsmuster mit ihren Pradispositionen in Einklang bringen und sie als Heuristiken zur politischen Willensbildung benutzen kann. Indem diese Diplomarbeit das Framingkonzept vor dem Hintergrund einer interaktiven Sichtweise verfeinert, setzt sie in theoretischer und methodologischer Hinsicht jungste Vorschlage der politischen Kommunikationsliteratur um.

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