Der Band analysiert, wie historische Narrative, kirchlich gepragte Identitatskonstruktionen und religiose Akteure zur Eskalation und Deutung des russischen Angriffskrieges beitragen. Besonderes Augenmerk gilt der Russisch-Orthodoxen Kirche, der kirchlichen Pluralitat in der Ukraine und der ambivalenten Rolle des Vatikans unter Papst Franziskus. Die Studie bietet einen kirchenhistorisch fundierten Zugang zu Fragen kollektiver Identitat, Geschichtspolitik und religioser Ideologisierung in bewaffneten Konflikten. Der Autor ist Kirchenhistoriker mit Schwerpunkt auf ostlichem Christentum und Religion unter autoritaren Regimen und in politischen Umbruchszeiten.