Soziale Berufe stehen im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und Abwertung bei gleichzeitig steigenden professionellen Anforderungen. Nina Brelein untersucht in Gruppendiskussionen, wie Fachkrafte die (mangelnde) Wertschatzung erfahren, die sich haufig nur als Bewunderung fur eine vermutete Uberlastung, nicht fur ihre Fachkompetenz auert. Sie zeigt die Diskrepanz zwischen dem Wissen um die Komplexitat und Professionalitat der eigenen Arbeit und deren fehlender gesellschaftlicher und monetarer Anerkennung. Diese Diskrepanz hat Auswirkungen auf die Berufsidentitat, auf berufliche Entscheidungen und letztlich auf die Attraktivitat sozialer Berufe insgesamt.