Felix Wiedemann – författare
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Häftad, Engelska, 2025
375 kr
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The discovery of the 'Code of Hammurapi' in 1902 sparked widespread discussion in Imperial Germany and attracted considerable attention beyond the academic sphere. For conservative Christian and Jewish theologians, the discovery of the Old Babylonian law appeared to challenge the authenticity of biblical law. Other scholars were enthusiastic: historians identified allegedly striking similarities between the Old Babylonian king from the eighteenth century BC and highly esteemed German rulers such as Frederick II of Prussia and Kaiser Frederick William I. Legal scholars praised the supposed rule of law in ancient Babylonia, thereby drawing a direct line to the modern German “Rechtsstaat.” Such comparisons did not arise from a lack of historical reflection; contemporaries were, of course, aware of the historical, social, and cultural differences. However, as this book argues, the temporal entanglement between ancient Babylonia and modern Germany was prompted by specific political, legal, and religious issues that seemed to be similar in both worlds. This was one of the reasons why Hammurapi became a historical reference figure in various ideological branches in Imperial Germany, including nationalism, racism, and antisemitism.
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PDF, Tyska, 2024499 kr
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Die Vermessung von Kunstwerken gehörte zu den wichtigsten Methoden der »Rassenwissenschaften«In der rassistischen Bildpropaganda völkischer und nationalsozialistischer Ideologen fallen die vielen Abbildungen von antiken Kunstwerken auf. Nicht nur griechische Götter- und Heroenstatuen, sondern auch Reliefs und Malereien aus Ägypten und dem Alten Orient wurden anthropometrisch vermessen und mit Fotografien moderner Populationen in Beziehung gesetzt. Dabei galten die ägyptischen Bildwerke in dieser Hinsicht als besonders authentisch, präzise und verlässlich.Doch hier handelte es sich keineswegs nur um einen pseudowissenschaftlichen Irrweg des völkischen Rassismus. Die anthropologische Lektüre antiker Bildwerke seit dem späten 18. Jahrhundert war eine etablierte Praxis sowohl in den Rassen- als auch in den Kunst- und Altertumswissenschaften. Auf diese Weise schien es nicht nur möglich, kollektive historische Akteure (»Völker«) anthropologisch zu klassifizieren, sondern auch die Konstanz anthropologischer Typen durch die Zeit hindurch aufzuzeigen und die angebliche wissenschaftliche Legitimität des Rassenkonzepts zu untermauen. Felix Wiedemann untersucht Aufkommen und Verschwinden dieser Methode vor dem Hintergrund ihres politischen, kulturellen und epistemischen Kontextes.
Inbunden, Tyska, 2021
1 624 kr
Tillfälligt slut
Migrationen gehören zu den beliebtesten Motiven sowohl fiktionaler als auch nicht-fiktionaler Erzählungen wie der Geschichtsschreibung. Dabei interessiert sich die Historiographie vor allem für "Völkerwanderungen" - Bewegungen ganzer Kollektive durch Raum und Zeit, die insbesondere in den altertumswissenschaftlichen Zweigen eine zentrale Rolle bei der Erklärung von sozialem Wandel spielen. Anhand historiographischer Repräsentationen von "Völkerwanderungen" im Alten Orient aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zeigt Felix Wiedemann nicht nur, wie sich der zeitgenössische Kolonialismus, Rassismus und Antisemitismus in der Migrationshistoriographie niederschlugen. Im Rückgriff auf narratologische Ansätze wird darüber hinaus deutlich, dass historiographische Texte tradierten Mustern und Plots folgen, die bereits die Wahrnehmung von Migration prägen. Das gilt auch für unseren heutigen Gebrauch der Sprache und Texte über Wanderungsbewegungen. Insofern wirft die Studie auch einen kritischen Blick auf die Genealogie gegenwärtiger Migrationsdebatten.