H.G. Adler – författare
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Inbunden, Engelska, 2023
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H.G. Adler (1910–1988) was one of the founding figures of Holocaust scholarship whose monumental monograph Theresienstadt 1941-1945. The Face of a Coerced Community (1955; 1960) was the first study to present a fully documented account of the Final Solution. This collection gathers together, for the first time in English, some of Adler’s most important scholarly essays on the Shoah and connected themes. Ideas raised for the first time in his book on Theresienstadt are here taken up and developed at greater length, new accents are set, and new themes are explored. Spanning his thought across three decades they focus on the fate of the ‘coerced’ human being and reflect on freedom, enslavement, terror, concentration camps, persecution, the mass society, dread, loneliness, and ideology.
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"Es kommt jetzt darauf an, der Welt zu zeigen, dass unser Aufenthalt in dem Inferno der Lager nicht vergeblich gewesen ist für den Fortgang der Menschheit, dass sich sogar aus diesem letzten Dunkel etwas gestalten lässt, das Licht sein darf." Sein Motiv, dem Grauen Bedeutung abzugewinnen, beschreibt H. G. Adler (1910–1988) in dem Essay "Nach der Befreiung" im Dezember 1945, sechs Monate nach seiner eigenen Befreiung aus dem KZ Langenstein. Adlers Studien über die Entstehung, Struktur, das Alltagsleben und die Auflösung der "Lagerwelt" arbeiten mit historiographischen, soziologischen und psychologischen Methoden. Als "teilnehmender Beobachter" gelangt er so zu einer der umfassendsten Darstellungen der "ordentlichen Regelung des Außerordentlichen", des Zusammenhangs von Verwaltung und Gewalt. Adler interpretierte diesen Zusammenhang als "extreme Alternative von beinahe unbegrenzter Willkür und völliger Ohnmacht, welche das SS-System der Konzentrationslager charakterisierte." Während im ersten Teil des Bandes Protagonisten des Nationalsozialismus (Adolf Hitler, Adolf Eichmann u. a.) sowie Praktiken der (Selbst-)Verwaltung in den Konzentrationslagern im Mittelpunkt stehen, entwerfen die soziologischen Studien der 1960er Jahre im zweiten Teil eine Theorie der Verfolgung in ihrem Zusammenspiel mit dem bürokratischen Apparat. Adlers Überlegungen zum Missbrauch der Verwaltung sind dabei grundsätzlicher Natur und auch für die Gegenwart einschlägig.