Johannes Friedl – författare
Die Wiener Zeit
Aufsätze, Beiträge, Rezensionen 1926–1936
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Mit dem Wechsel nach Wien begann für Schlick eine Phase der Neuorientierung, die erstmals 1926 publizierten Niederschlag fand. Neuen Einflüssen (hier ist vor allem Wittgenstein zu nennen) stehen die Kontroversen gegenüber, die Schlick bei der Ausgestaltung eines konsequent empiristischen Standpunktes mit anderen nahestehenden Denkern führte. Gegenüber dem lange vorherrschenden Zerrbild des Wiener Kreises als einheitlicher und philosophisch naiver Schule werden hier durch Erhellung des Kontextes der einzelnen Arbeiten und das Aufzeigen von internen wie externen Beziehungen sowohl die Eigentümlichkeit als auch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Schlicks Denken deutlich.
Moritz Schlick. Erkenntnistheoretische Schriften 1926-1936
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Der vorliegende, mit Einleitungen und Kommentaren versehene Band enthält Schriften Schlicks aus der Phase des Wiener Kreises, die zu seinen Lebzeiten aus verschiedenen Gründen unveröffentlicht geblieben sind. Zusammen mit den Arbeiten, die in Band I/6 der MSGA vereinigt sind, bieten sie ein umfassendes Bild der Entwicklung von Schlicks (im weiten Sinn verstandener) Erkenntnistheorie in ihrer letzten Periode. Am Beginn des Bandes stehen einige bislang gänzlich unbekannte, Schlicks publiziertes Werk ergänzende Arbeiten. Dem folgt die umfangreiche Abhandlung „Form and Content“, die an die Stelle von Schlicks Hauptwerk, der Allgemeinen Erkenntnislehre, treten sollte. Das letzte Drittel des Bandes bilden vor allem die deutschen Urfassungen von wichtigen Beiträgen zur Protokollsatz- und Physikalismusdebatte im Wiener Kreis; hier wird Schlicks Grundanliegen – die Verteidigung und Ausgestaltung eines auf Erlebnissen basierenden konsequenten Empirismus – besonders deutlich.
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Zweifellos begann mit der Formierung des Wiener Kreises ein neuer Abschnitt im Denken von Moritz Schlick, die Schlick’sche Spätphilosophie gibt es allerdings nicht. Vorrangiges Ziel dieser Studie ist die kritische Rekonstruktion eines Denkweges, der bei allen Verästelungen und Brüchen stets das Ziel des Ausbaus eines konsequentenempiristischen Standpunktes verfolgte.
Die in der Reihe Schlick-Studien erscheinenden Texte sind Ergebnisse der rezenten internationalen Forschung zu Leben und Werk Moritz Schlicks – besonders als Aufarbeitung seines Nachlasses . Sie sind als Ergänzung und Vertiefung der Moritz Schlick Gesamtausgabe gedacht. Die Beiträge werden sowohl von den MitarbeiterInnen des Schlick-Projekts wie auch von externen ForscherInnen beigesteuert. Die Bände der Reihe richten sich an alle, die im Kontext der Moritz Schlick Gesamtausgabe eine weiterführende einschlägige Forschung suchen.
Briefwechsel
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