Laila Schestag – författare
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Del 53 - Grundlagen der Rechtswissenschaft
Zwischenrecht
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts in der frühen Bundesrepublik
Inbunden, Tyska, 2024
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"Das Völkerrecht geht unter allen Umständen dem Bundesrecht und auch dem Bundesverfassungsrecht vor". Mit diesem Satz des späteren Außenministers Heinrich von Brentano nahm der Parlamentarische Rat die bis heute gültige Fassung von Artikel 25 GG einstimmig an. Noch in der ersten Hälfte der 1950er Jahre stieß der Vorrang des Völkerrechts auf breite Zustimmung. Heute weist die Verfassungsauslegung den allgemeinen Regeln des Völkerrechts nur noch einen 'Zwischenrang' zu: Sie stehen über dem einfachen Recht, aber unter dem Verfassungsrecht. Wie lässt sich die radikale Offenheit des Grundgesetzes gegenüber dem Völkerrecht im Moment der Verfassungsgebung erklären? Warum war sie nicht von Dauer? Diesen Fragen geht Laila Schestag in ihrer ideengeschichtlichen Studie nach. Entlang der Genese zentraler verfassungsrechtlicher Begriffe wie 'Völkerrechtsfreundlichkeit' und 'offene Staatlichkeit' zeigt sie, wie Deutungs- und Bedeutungswandel von Artikel 25 GG den politischen Selbstfindungsprozess der frühen Bundesrepublik spiegeln.Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin 2024 ausgezeichnet und als 'eines der Juristischen Bücher des Jahres' 2025 ausgewählt."Das Buch ist ein großer Wurf. [...] auf wenig mehr als 250 Seiten wird hier ein entscheidendes Stück der Verfassungsgeschichte der jungen Bundesrepublik verhandelt. Ein brillantes Buch."Helmut Philipp Aust AvR 63/1, 96
Inbunden, Tyska, 2026
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Ein zentraler Grundungsmoment der Bundesrepublik im prekaren Kontext der Nachkriegsgesellschaft. Der Parlamentarische Rat ist ein zentraler Ort der westdeutschen Staatsgrundung, und doch ist er als Institution von der Forschung lange vernachlassigt worden. Uber das Gremium, in dem das Grundgesetz beraten wurde, und seine Organisation ist erstaunlich wenig bekannt. Rund 75 Jahre nach seinem Zusammentritt beleuchtet dieser Band den Parlamentarischen Rat erstmals systematisch als politische Institution: mit seinen Akteuren, Konflikten und Verfahren im prekaren Kontext der Nachkriegsgesellschaft. Wer nahm Einfluss, wer beriet, wer beobachtete? Wie funktionierte dieses Gremium jenseits der wenigen bekannten Namen? Welche Alternativen wurden diskutiert, welche verworfen? Welche politischen Vorstellungen, historischen Deutungen und Zukunftsentwurfe prallten aufeinander? Die Autorinnen und Autoren kommen aus der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft. Sie rekonstruieren die institutionellen, sozialen und symbolischen Bedingungen der Bonner Verfassungsberatungen und bieten neue Einblicke in einen Grundungsmoment der Bundesrepublik.