Marco Mondini – författare
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In der italienischen Geschichte gibt es kaum enigmatischere Figuren als Luigi Cadorna. Schon vor dem Krieg wurde er als brillanter Stratege gefeiert, als Nachkomme einer Linie von Helden und Patrioten. Als er 1915 die italienische Armee in den Krieg gegen Österreich-Ungarn führte, wurde er zum Gegenstand eines Personenkults ohnegleichen. Die Medien und nicht wenige Intellektuelle sahen in ihm denjenigen, der Italien zu neuer Größe führen würde.
Er verrichtete seinen Dienst auf der Burg von Udine, von einem loyalen Hofstaat umgeben, allerdings von seinen eigenen Offizieren gefürchtet und von den Soldaten verabscheut, die ihn für die hohen Verluste bei den ständigen Angriffen auf die feindlichen Linien verantwortlich machten. Schließlich wurde er nach der Niederlage von Caporetto im Herbst 1917 entlassen und zur Rechenschaft gezogen. Die Politiker und die Medien, die ihn einst verehrt hatten, machten ihn nun zum Sündenbock.
Basierend auf Originaldokumenten aus Militär- und Zivilarchiven, erzählt Der Feldherr die Geschichte Italiens im Krieg anhand Luigi Cadornas. Er war weder ein Genie noch ein Ungetüm, sondern Vertreter einer Generation von Waffenprofis, die von der unrühmlichen Vergangenheit, den demütigenden Niederlagen und den Mängeln eines Landes besessen waren, das sie für schwach und undiszipliniert hielten und das sie gerne stark, gefürchtet und aufgeräumt gesehen hätten.
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In der italienischen Geschichte gibt es kaum enigmatischere Figuren als Luigi Cadorna. Schon vor dem Krieg wurde er als brillanter Stratege gefeiert, als Nachkomme einer Linie von Helden und Patrioten. Als er 1915 die italienische Armee in den Krieg gegen Österreich-Ungarn führte, wurde er zum Gegenstand eines Personenkults ohnegleichen. Die Medien und nicht wenige Intellektuelle sahen in ihm denjenigen, der Italien zu neuer Größe führen würde.
Er verrichtete seinen Dienst auf der Burg von Udine, von einem loyalen Hofstaat umgeben, allerdings von seinen eigenen Offizieren gefürchtet und von den Soldaten verabscheut, die ihn für die hohen Verluste bei den ständigen Angriffen auf die feindlichen Linien verantwortlich machten. Schließlich wurde er nach der Niederlage von Caporetto im Herbst 1917 entlassen und zur Rechenschaft gezogen. Die Politiker und die Medien, die ihn einst verehrt hatten, machten ihn nun zum Sündenbock.
Basierend auf Originaldokumenten aus Militär- und Zivilarchiven, erzählt Der Feldherr die Geschichte Italiens im Krieg anhand Luigi Cadornas. Er war weder ein Genie noch ein Ungetüm, sondern Vertreter einer Generation von Waffenprofis, die von der unrühmlichen Vergangenheit, den demütigenden Niederlagen und den Mängeln eines Landes besessen waren, das sie für schwach und undiszipliniert hielten und das sie gerne stark, gefürchtet und aufgeräumt gesehen hätten.
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During the First World War, mass media achieved an enormous and continuously growing importance in all belligerent countries. Newspaper, illustrated magazines, comics, pamphlets, and instant books, fi ctional works, photography, and the new-born “theater of imagery”, the cinema, were crucial in order to create a heroic vision of the events, to mobilize and maintain the consensus on the war. But their role was pivotal also in creating the image of the war’s end and fi nally, together with a widespread, new literary genre, the war memoirs, to shape the collective memory of the confl ict for the next generations. Even before November 1918, the media raised high expectations for a multifaceted peace: a new global order, the beginning of a peaceful era, the occasion for a regenerating apocalypse. Likewise, in the following decades, particularly war literature and cinema were pivotal to reverse the icon of the Great War as an epic crusade and a glorious chapter of the national history and to create the hegemonic image of a senseless carnage. The Mediatization of War and Peace focalizes on the central role played by mass media in the tortuous transition to the post-war period as well as on the profound disenchantment generated by their prophesies.
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During the First World War, mass media achieved an enormous and continuously growing importance in all belligerent countries. Newspaper, illustrated magazines, comics, pamphlets, and instant books, fi ctional works, photography, and the new-born “theater of imagery”, the cinema, were crucial in order to create a heroic vision of the events, to mobilize and maintain the consensus on the war. But their role was pivotal also in creating the image of the war’s end and fi nally, together with a widespread, new literary genre, the war memoirs, to shape the collective memory of the confl ict for the next generations. Even before November 1918, the media raised high expectations for a multifaceted peace: a new global order, the beginning of a peaceful era, the occasion for a regenerating apocalypse. Likewise, in the following decades, particularly war literature and cinema were pivotal to reverse the icon of the Great War as an epic crusade and a glorious chapter of the national history and to create the hegemonic image of a senseless carnage. The Mediatization of War and Peace focalizes on the central role played by mass media in the tortuous transition to the post-war period as well as on the profound disenchantment generated by their prophesies.
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