Martin Ahrends – författare
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Politische Essays und Feuilletons aus vierzig Jahren, die vor allem in der ZEIT, aber auch in anderen uberregionalen Zeitungen und im offentlich-rechtlichen Rundfunk veroffentlicht wurden. In den vergangenen vierzig Jahren habe ich in Essays und Feuilletons immer wieder auf ethische Aspekte der zweigeteilten Erfahrungen Bezug genommen. Hab mich gefragt, wie es hier und druben gelang, ein guter Mensch zu sein und seine Wurde zu wahren. Wie es gelang, sich zu emanzipieren und zu entwickeln. Wie bezog man sich hier und druben auf die gemeinsame deutsche Vergangenheit und Zukunft? Wie griff die Teilung in Lebenslaufe ein, in Familien? Wie in die Sprache? Wie in die Arbeitswelt, wie in die Kunste? Ich glaube, dass wir aus unseren Niederlagen gelernt haben, wir Deutschen. Ich bin in diesen Lernprozess hineingeboren und damit aufgewachsen, hatte daran teil, ob ich wollte oder nicht. Die aktiven Varianten waren mir lieber als die passiven. Lieber als die Pflicht-Lehrstunden zu den Beschlussen der allwissenden Partei waren mir meine Proben aufs Exempel. Auf diese Deutsche Demokratische Republik und auf das, was sich dort von selbst verbot.
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Tyska, 2025215 kr
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Dies sind Beobachtungen, Begegnungen, Gesprache im offentlichen Raum, wie ich sie in den letzten vierzig Jahren notiert und groenteils veroffentlicht habe. Sie erzahlen von dem, was drauen unsichtbar in der Luft liegt und sich in Spuren zu erkennen gibt, wenn wir uns begegnen in der U-Bahn, im Cafe, im Park und auf dem Markt. Wenn wir einander mehr oder weniger fluchtig wahrnehmen auf dem Friedhof, im Supermarkt, im Wald oder im Museum.
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Tyska, 2025215 kr
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Ein Mann zu sein, ist nicht erst mit der Frauenbewegung fragwurdig geworden: Wurdig, befragt zu werden. Wir Manner hatten in meiner Generation besonders viel zu lernen Auf allen Gebieten des Lebens haben sich unsere sozialen Rollen gewandelt und unser Innenleben mit ihnen - hinein ins Unerprobte. Ins Komische, manchmal Lacherliche. Innerfamiliares Neuland wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehr oder weniger bewusst betreten, bestolpert, fluchtartig verlassen. Eine stille Revolution findet statt, unzahlige Versuche, in den eigenen vier Wanden alles anders zu machen als die Vorfahren. Das Familienleben neu zu erfinden. Krampfhaft oder spielerisch. Als Spielbein der Gattung Mensch sehe ich Manner, die sich aufs Spiel setzen in ihren Erprobungen, Eroberungen, Kriegen, in ihren Abenteuern und Experimenten, in ihrem Selbstopfer fur eine Religion, fur Konig und Vaterland, fur eine Familie, in ihrer ganzen riskanten Existenz.
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Das Café Heider am Nauener Tor in Potsdam war DDR-weit bekannt. Das einzige Privatcafé der Stadt beherbergte eine Mischung aus allen Schichten, schräge Typen, SED-Genossen, DEFA-Regisseure, Schüler, Künstler, Stasi-Spitzel und Familien. "Was sich abspielte an wildem Leben in diesem Warteraum der Weltrevolution hat der Autor Martin Ahrends in seinem Interviewband "Damals im Café Heider" (Verlag Schwarzdruck Potsdam) zusammengetragen. Er sprach mit ehemaligen Gästen und Mitarbeitern jenes Szene-Treffs, deren Lebensbeichten das genaue Gegenbild zum "Neuen Menschen" waren…Von singenden Dichtern wird da berichtet, von fliegenden Scheuerlappen und anderen Umsturzplänen, von Spitzeln, die sich versehentlich outen." Der Spiegel, 2006.
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Politische Essays und Feuilletons aus vierzig Jahren, die vor allem in der ZEIT, aber auch in anderen überregionalen Zeitungen und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk veröffentlicht wurden. In den vergangenen vierzig Jahren habe ich in Essays und Feuilletons immer wieder auf ethische Aspekte der zweigeteilten Erfahrungen Bezug genommen. Hab mich gefragt, wie es hier und drüben gelang, ein guter Mensch zu sein und seine Würde zu wahren. Wie es gelang, sich zu emanzipieren und zu entwickeln. Wie bezog man sich hier und drüben auf die gemeinsame deutsche Vergangenheit und Zukunft? Wie griff die Teilung in Lebensläufe ein, in Familien? Wie in die Sprache? Wie in die Arbeitswelt, wie in die Künstle? Ich glaube, dass wir aus unseren Niederlagen gelernt haben, wir Deutschen. Ich bin in diesen Lernprozess hineingeboren und damit aufgewachsen, hatte daran teil, ob ich wollte oder nicht. Die aktiven Varianten waren mir lieber als die passiven. Lieber als die Pflicht-Lehrstunden zu den Beschlüssen der allwissenden Partei waren mir meine Proben aufs Exempel. Auf diese Deutsche Demokratische Republik und auf das, was sich dort von selbst verbot.
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Tyska, 2025215 kr
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Politische Essays und Feuilletons aus vierzig Jahren, die vor allem in der ZEIT, aber auch in anderen überregionalen Zeitungen und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk veröffentlicht wurden. In den vergangenen vierzig Jahren habe ich in Essays und Feuilletons immer wieder auf ethische Aspekte der zweigeteilten Erfahrungen Bezug genommen. Hab mich gefragt, wie es hier und drüben gelang, ein guter Mensch zu sein und seine Würde zu wahren. Wie es gelang, sich zu emanzipieren und zu entwickeln. Wie bezog man sich hier und drüben auf die gemeinsame deutsche Vergangenheit und Zukunft? Wie griff die Teilung in Lebensläufe ein, in Familien? Wie in die Sprache? Wie in die Arbeitswelt, wie in die Künstle? Ich glaube, dass wir aus unseren Niederlagen gelernt haben, wir Deutschen. Ich bin in diesen Lernprozess hineingeboren und damit aufgewachsen, hatte daran teil, ob ich wollte oder nicht. Die aktiven Varianten waren mir lieber als die passiven. Lieber als die Pflicht-Lehrstunden zu den Beschlüssen der allwissenden Partei waren mir meine Proben aufs Exempel. Auf diese Deutsche Demokratische Republik und auf das, was sich dort von selbst verbot.
Häftad, Tyska, 2022
182 kr
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