Renate Wullstein – författare
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Es ist ja ein sehr spezieller Blick auf die alte DDR, "speziell" durch die Vita der Erzählerin und auch durch ihre große Offenheit, das ist schon spannend.Die Sprache ist ohne Fettpolster und Schweißtropfen, sie ist sauber, treffend, ohne Verrenkung, ohne Gesinnungsdruck, ohne jede Peinlichkeit. Ihre Sprache will nicht dauernd furchtbar gut sein, sondern ist meist nur klar und richtig und erfreut dennoch in regelmäßigen und zuverlässigen Abständen mit poesie-nahen "Hits". Meist entstehen diese Edelsteine durch Verknappung. Respekt!Sten Nadolny (Auszug aus dem privaten E-Mail-Briefwechsel)Die Entscheidung, aus dem Hinterhof im Berliner Prenzlauer Berg wegzuziehen, damit das zukünftige Kind nicht neben einem Kohlenhof aufwachsen würde, fiel 1981. Während einer Reportage-Arbeit im Havelland fand die junge Autorin Renate Wullstein den Bauernhof in Paretz, der zum Verkauf stand. Aufs Land, ein alter Traum erfüllt sich. In Tagebüchern und Briefen dokumentiert sie den Alltag, nicht ahnend, dass es die letzten Jahre der DDR sein würden.
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Tyska, 201843 kr
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"Alles ausser Sanssouci" ist ein Potsdam-Lesebuch, ein Almanach, bestehend aus Ansichten und Erinnerungen von Potsdamern in der traditionsreichen Havelstadt vom Anfang des 20. Jahrhunderts, in der NS-Zeit, in der DDR bis in die Gegenwart. Hier verwurzelt, aufgewachsen oder zugezogen erzählen sie ihre Geschichten und Geschichte in dieser Stadt. Seit 2013 interviewt Renate Wullstein Potsdamerinnen und Potsdamer, deren Leben und Wirken mit der Stadt verbunden sind. Es ist eine vielschichtige Mischung, in der sie alle zu Wort kommen: der Künstler, die Gastronomen, die Regisseurin der DEFA, die Einhundertfünfjährige, der Politiker, der Handwerker, die Krankenschwester, der Lehrer, der Fischer, der Auswanderer, der Einwanderer, die Schriftstellerin und weitere Persönlichkeiten.
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Tyska, 201837 kr
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"Es ist eine unglaubliche Detonation, so laut, so extrem. Es riecht nach Verbranntem, sehr, sehr süßlich. Später erfuhr ich: Die sowjetischen Soldaten bauten einen Zaun..."Die autobiografische Erzählung beginnt mit der Kindheit in Jüterbog/ Altes Lager in unmittelbarer Nähe des Standortes eines sowjetischen Jagdfliegerregimentes.Die Erzählung ist eine Retrospektive in traumatische Erlebnisse und in die Besonderheiten des Lebens in der sowjetisch besetzten DDR. Die persönliche Lebens- und Familiengeschichte ist auch die Geschichte einer ganzen Generation. Die Bilder der Gesellschaft sind ausdrucksstark, facettenreich und eine Anregung zum Mitfühlen und Nachdenken.
194 kr
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Das Café Heider am Nauener Tor in Potsdam war DDR-weit bekannt. Das einzige Privatcafé der Stadt beherbergte eine Mischung aus allen Schichten, schräge Typen, SED-Genossen, DEFA-Regisseure, Schüler, Künstler, Stasi-Spitzel und Familien. "Was sich abspielte an wildem Leben in diesem Warteraum der Weltrevolution hat der Autor Martin Ahrends in seinem Interviewband "Damals im Café Heider" (Verlag Schwarzdruck Potsdam) zusammengetragen. Er sprach mit ehemaligen Gästen und Mitarbeitern jenes Szene-Treffs, deren Lebensbeichten das genaue Gegenbild zum "Neuen Menschen" waren…Von singenden Dichtern wird da berichtet, von fliegenden Scheuerlappen und anderen Umsturzplänen, von Spitzeln, die sich versehentlich outen." Der Spiegel, 2006.
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Tyska, 201791 kr
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"Ihr hier im Osten denkt, es geht alles so gemütlich weiter", sagt der Vollstreckungsbeamte zu Nora Simon, die Anfang der 90er Jahre ein kleines Souvenirgeschäft in Potsdam betreibt.Noras beschauliche Welt, die sie über die Wende hinweg gerettet hat, wird abrupt aus den Angeln gehoben. Statt zu trauern, nimmt sie das neue Leben an und empfängt es mit offenen Armen.Sie begreift die drohende Schließung nicht wirklich als Katastrophe.Statt sich wegen der Schulden und einer rein platonischen Beziehung zum einzigartigen Freund Toni zu grämen, beginnt für Nora die abenteuerliche Reise in eine neue Welt auf der Suche nach dem Glück.
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Tyska, 201459 kr
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Die Entstehung der Geschichten und deren Schicksal sind im Roman "Das Blatt", (der online veröffentlicht ist), beschrieben. Bereits 1976 war ein Buch beim Verlag Neues Leben Berlin geplant, das aber erst 1991 unter dem Titel "Hotelnacht" erschien, also nach der Wende. Ich habe nie herausgefunden, warum, denn die Geschichten waren unpolitisch, meinte ich. Aus diesem Band sind einige Texte für "Olgas Essen" ausgewählt. Andere erschienen in Zeitschriften zu DDR-Zeiten. Jeweils am Ende der Geschichte stehen Entstehungsdatum, Veröffentlichung oder bisher unveröffentlicht. Im Klappentext von "Hotelnacht" heißt es:Treffsicher und schonungslos offen, frisch und mit ironischem Augenzwinkern erzählt die Autorin elf Geschichten von interessanten, riskanten und alltäglichen Liebesleben junger Leute.