Thomas Jürgasch – författare
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Boethius gehört zu den herausragenden Denkern der spätantiken Geistesgeschichte. Anders, als man vielleicht meinen würde, ist diese Sicht auf Boethius in der Forschung allerdings nicht unumstritten und verhältnismäßig neu. Sie lässt eine Tendenz zur Neubewertung erkennen, die nicht nur Boethius, sondern auch das Denken seiner Zeit immer mehr in seiner Eigenständigkeit zu würdigen beginnt. So werden Boethius wie auch die Spätantike immer weniger nur als Instanzen der Vermittlung klassisch antiken Wissens in das christliche Mittelalter angesehen. Worin aber besteht die Originalität des Boethius und des durch ihn wesentlich geprägten spätantiken Denkens? Kann die Spätantike als eine eigene geistesgeschichtliche Epoche betrachtet werden? Wie ist sie dann zu charakterisieren? Inwiefern ist Boethius als eine oder vielleicht sogar die paradigmatische Gestalt der Spätantike zu beschreiben? Diesen und weiteren Fragen gehen die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Sammelbandes nach.
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„Was können wir sicher wissen?“ In einem Durchgang durch die antike und spätantike Tradition stellt die vorliegende Untersuchung diese Grundfrage abendländisch-metaphysischen Denkens mit Blick auf ihre Praxisrelevanz. Kann das theoretisch eingesehene Wissen der Metaphysik eine Rolle für die menschliche Praxis spielen? Oder fällt dieses Wissen in den Bereich der „grauen Theorie“ und ist als solches praktisch unbrauchbar? Um sich einer Antwort auf diese Frage anzunähern, spannt das Werk einen Bogen von den sogenannten „Vorsokratikern“ über Positionen der klassisch griechischen Philosophie (Platon, Aristoteles) und des Hellenismus (Stoa, Epikur) bis hin zu den neuplatonischen Ansätzen der Spätantike (Plotin, Augustinus, Boethius). Dabei kommt der Autor zu einem überraschenden Ergebnis: Theorie und Praxis bilden keine Gegensätze; vielmehr sind sie durch ein einheitliches Prinzip wesentlich aufeinander zu beziehen.
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Boethius gehört zu den herausragenden Denkern der spätantiken Geistesgeschichte. Anders, als man vielleicht meinen würde, ist diese Sicht auf Boethius in der Forschung allerdings nicht unumstritten und verhältnismäßig neu. Sie lässt eine Tendenz zur Neubewertung erkennen, die nicht nur Boethius, sondern auch das Denken seiner Zeit immer mehr in seiner Eigenständigkeit zu würdigen beginnt. So werden Boethius wie auch die Spätantike immer weniger nur als Instanzen der Vermittlung klassisch antiken Wissens in das christliche Mittelalter angesehen. Worin aber besteht die Originalität des Boethius und des durch ihn wesentlich geprägten spätantiken Denkens? Kann die Spätantike als eine eigene geistesgeschichtliche Epoche betrachtet werden? Wie ist sie dann zu charakterisieren? Inwiefern ist Boethius als eine oder vielleicht sogar die paradigmatische Gestalt der Spätantike zu beschreiben? Diesen und weiteren Fragen gehen die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Sammelbandes nach.
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Anthropologie der Theorie
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Semantiken der Muße aus interdisziplinären Perspektiven
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