Kriminalität und Gesellschaft – serie
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Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen die methodologischen und methodischen Grundlagen der empirischen Analyse des sozialen Phänomens „Kriminalität“. Die Beiträge bieten einen Überblick über aktuelle Lösungsansätze für klassische Forschungsthemen der Kriminalsoziologie. Sie verweisen darauf, dass die empirische Forschung über Kriminalität eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Verfahren der Datenerhebung und Datenanalyse erfordert – etwa im Hinblick auf die Analyse von Kriminalität im Hell- und Dunkelfeld, im Quer- und Längsschnitt oder auf kollektiver und individueller Ebene.
Häftad, Tyska, 2026
484 kr
Kommande
Die Soziologie verfügt über vielfältige Perspektiven und Theorien, mit denen sie die Kriminalität als soziale Erscheinung beschreibt und erklärt. Der vorliegende Band bietet einen Überblick über diese Herangehensweisen. Dabei dient ein Makro-Mikro-Makro-Modell als Heuristik und eröffnet die Möglichkeit, die Vielfalt der soziologischen Erklärungsangebote handhabbar zu machen sowie einen Weg zu deren Vereinheitlichung aufzuzeigen.
Häftad, Tyska, 2015
811 kr
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Dem gegenwärtigen Rückgang der Gewaltkriminalität in Deutschland und anderen westlichen Industrieländern ging ein jahrzehntelanger erheblich stärkerer Anstieg voraus. Die Frage, wie diese langfristige Zunahme zu erklären ist, steht im Mittelpunkt des Buches. Zu ihrer Beantwortung nimmt der Verfasser einen empirischen Theorienvergleich vor. Hierzu werden zunächst auf Grundlage einer Durchsicht der Diskussion zu empirischen Theorienvergleichen Vergleichsmaßstäbe bestimmt. Da bislang nur wenige handhabbare empirische Vergleichskriterien vorliegen, macht der Verfasser neue Vorschläge zur Operationalisierung einiger aus der wissenschaftstheoretischen Literatur bekannter Kriterien. Anschließend werden die drei Theorien vorgestellt, die miteinander konfrontiert werden sollen: ein neuerer, an Elias und Durkheim anknüpfender Entwurf von Helmut Thome, die auf Gary Becker und Isaac Ehrlich zurückgehende ökonomische Kriminalitätstheorie, sowie Cohen und Felsons Routine-Aktivitäten-Theorie. Der empirische Theorienvergleich wird dann anhand einer Analyse von Daten für die westdeutschen Bundesländer 1971-2004 mittels neuartiger Verfahren für trendbehaftete „pooled cross-section time-series“-Datensätze durchgeführt. Im Ergebnis erweist sich die Routine-Aktivitäten-Theorie den beiden anderen Theorien als überlegen, wobei auch sie sich nur mäßig bewährt und nur eine partielle Antwort auf die Ausgangsfrage gibt, wie der Anstieg der Gewaltkriminalität zwischen ca. 1960 und 2000 zu erklären ist.
Häftad, Tyska, 2014
610 kr
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Die vorliegende Publikation befasst sich mit den Methoden der Erfassung von Kriminalitätsfurcht. Neben prozessproduzierten Belastungsziffern der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) stellen Surveydaten über die Ergebnisse von (Opfer-) Befragungen die zweite wichtige Informationsquelle über Kriminalität dar. Bei der Verwendung von Surveydaten sind jedoch eine Vielzahl von Problemen und Fehlerquellen zu beachten, welche die Qualität der Daten bis zur Unbrauchbarkeit beeinträchtigen können. Marcel Noack zeigt die verschiedenen Fehlerquellen bei der Erhebung von Surveydaten sowie deren Auswirkungen auf und bietet Alternativen an.
Häftad, Tyska, 2019
459 kr
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Jan Starcke geht unter Rückgriff auf die Theorie der kollektiven Wirksamkeit (Collective Efficacy) den Fragen nach, welche Rolle die informelle soziale Kontrolle innerhalb von Nachbarschaften für das persönliche Sicherheitsgefühl spielt und wie Vertrauen zwischen Bewohnern einer Nachbarschaft entsteht. Erstmals werden dabei Datensätze für zwei deutsche Großstädte mit unterschiedlichen sozialstrukturellen Voraussetzungen in vergleichender Perspektive analysiert: Wuppertal und Stuttgart. Im Rahmen von Mehrebenenanalysen (Multilevel Analysis) wird festgestellt, dass der kollektiven Wirksamkeit in den Untersuchungsstädten ein unterschiedlicher Stellenwert für die subjektive Wahrnehmung von Sicherheit zukommt, womit die Generalisierbarkeit des Ansatzes in Frage gestellt wird.
Häftad, Tyska, 2020
610 kr
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Unter dem Begriff der „Devianz“ können Verhaltensweisen oder Einstellungen verstanden werden, welche von allgemein anerkannten, normativen Erwartungen einer Gesellschaft abweichen und entsprechend einer informellen oder formellen Sanktionsdrohung unterliegen. Die deviante Missachtung institutioneller Begrenzungen und gesellschaftlich etablierter Normen geht häufig einher mit der Entstehung von Subkulturen.Devianz steht im Spannungsfeld zwischen eigeninteressierter Handlungswahl, situativen Anreizen und durch Merkmale der sozialen Situation moderierten normativen Aspekten. Bei der Erklärung von Devianz sind neben der Theoriebildung auch Aspekte von deren empirischer Erfassung von zentralem Interesse. So zeigt sich bei der Messung von Devianz ein enger Zusammenhang zu Problemen der sozialen Erwünschtheit und Antwortverweigerung.Der vorliegende Sammelband vereint Beiträge, die mit einem empirisch-analytischen Zugang das Thema Devianz und Subkulturen erforschen.Ein zentrales Ziel ist, die Entstehungsbedingungen und Folgen von Normverletzungen und die Messung von Devianz auf eine theoretisch präzise und evidenzbasierte Grundlage zu stellen. Auch soll der Sammelband zu experimenteller Forschung zu Devianz und Subkulturen anregen.
Häftad, Tyska, 2022
711 kr
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Dominik Gerstner beschäftigt sich mit der Bedeutung von Gleichaltrigen bzw. Peer-Beziehungen für die Entstehung und Bewertung von abweichendem Verhalten im Jugendalter und damit mit einem klassischen Thema der Kriminalsoziologie. Durch die Anwendung innovativer Theorien – wie z.B. der Situational Action Theory – und dem methodischen Ansatz der Netzwerkanalyse werden dieser Thematik neue Impulse gegeben. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen Analysen quantitativer Daten, in denen Einflüsse der Freunde in der Schulklasse auf das delinquente Verhalten von Jugendlichen sowie die Bedeutung dieses Verhaltens für die Popularität in Schulklassen untersucht wird. Die empirischen Auswertungen basieren auf den Daten der MPI-Schulbefragung 2011, die in zwei deutschen Großstädten durchgeführt wurde.
Häftad, Tyska, 2026
706 kr
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Im Rahmen eines empirischen Theorienvergleichs stellt die Arbeit die Situational Action Theory und die Control Theory gegenüber. Das Explanandum derUntersuchung ist die Bereitschaft zur Trunkenheitsfahrt. Diese wird im Rahmen eines experimentellen Vignettendesigns unter der Berücksichtigung von Einflüssen von Situations- und Individualmerkmalen aus den Perspektiven der Theorien erklärt. Die Zielsetzung der Arbeit ist dabei, einen empirischen Beitrag zur Rolle des Konstrukts „Self-Control“ bei der Wahrnehmung von Handlungsalternativen und der Wahl einer Handlungsalternative zu liefern. Die Notwendigkeit hierzu ergibt sich aus der vielfältigen und teilweise auch widersprüchlichen Verwendung des Konstrukts in der Kriminalsoziologie. Die kriminalsoziologische Diskussion wird dabei jedoch erweitert, da mit der Control Theory eine sozialpsychologische/psychologische Perspektive in den Vergleich einbezogen wird, um den Erkenntnisbereich entsprechend zu erweitern. Die Rolle von Self-Control unterscheidet sich dabei jedoch deutlich zwischen den Theorien und ist in einer der Theorien sogar nur von bedingter Relevanz für die Wahl einer Handlung.