Sozialwissenschaft – serie
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Häftad, Tyska, 1998
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Die Praxis in der Präsentation
Ein sequenzanalytisches Verfahren zur Untersuchung von Bundestagsreden
Häftad, Tyska, 1999
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Häftad, Tyska, 2003
564 kr
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In Sachsen-Anhalt regierten von 1994-2002 zwei SPD-geführte Minderheitsregierungen. Diese wurden als "Magdeburger Modell" bezeichnet.Sven Thomas zeigt in seiner empirischen Studie, wie es den Politikmanagern in Sachsen-Anhalt gelang, in einem Land ohne regierungsfähige Mehrheiten acht Jahre lang eine mehrheitsfähige Politik zu betreiben und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der demokratischen Entwicklung in Ostdeutschland zu leisten. Reinhard Höppner, Ministerpräsident a. D., kommentiert die Ergebnisse dieser Untersuchung in einem Interview.
Häftad, Tyska, 2004
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In Wohlfahrtsverbänden hat das Ehrenamt eine lange Tradition. Durch die zunehmende Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements in der wissenschaftlichen und öffentlichen Debatte der letzten zwei Jahrzehnte sind Wohlfahrtsverbände aufgefordert, ihre Ehrenamtspraxis zu überdenken und Wege zu finden, neue Formen freiwilligen Engagements unter ihrem Dach einzubinden.Elke Steinbacher untersucht das Verhältnis von Wohlfahrtsverbänden und freiwilligem sozialem Engagement auf der Grundlage der Wohlfahrtsverbändeforschung, der Organisationssoziologie und der Professionalisierungsdebatte in der Sozialen Arbeit. Diese theoretischen Bezüge verbindet die Autorin mit einem konkreten Modellprojekt, das sie im Rahmen einer Praxis- und Handlungsforschung dokumentiert und analysiert. Auf diese Weise werden bestehende Spannungsfelder aufgezeigt und zentrale Dimensionen für eine erfolgversprechende Förderung des Engagements erarbeitet.
Häftad, Tyska, 2004
634 kr
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Die ambulante Krankenversorgung in Deutschland wird im Kern von einem Netzwerk aus Krankenkassen und kassenärztlichen Organisationen dominiert. Seit einigen Jahren steht dieser Gesundheitssektor im Zentrum politischer Diskurse um strukturelle Reformen. Das ambulante Organisationsnetzwerk verfügt jedoch über eine spezifische Funktionslogik und Rollenverteilung sowie erhebliche Beharrungskräfte, die Strukturreformen bisher verhindert haben.Mit Hilfe einer historisch-soziologischen Analyse der Entwicklung von 1883 bis 2000 zeigt Thomas Tauchnitz, wie sich ein strukturell homogenes und interessenpolitisch weitgehend konsensuelles System ausgebildet hat, das eine Monopolstellung in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung erlangen und eine hohe Wandlungsresistenz entwickeln konnte. Durch seine organisationssoziologische Studie wird nicht nur die Entwicklungsgeschichte einer "mächtigen" Struktur in der modernen Organisationsgesellschaft rekonstruierbar, sondern es lassen sich auch aktuelle Entwicklungen, Perspektiven und Handlungsblockaden im Gesundheitssektor erklären.
Häftad, Tyska, 2004
564 kr
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Als soziale Bewegung der Revolutionszeit zwischen 1917 und 1922 zog der Linksradikalismus eine Reihe von jüngeren Sozialwissenschaftlern an. Detlef Siegfried untersucht die Bindekräfte und Beziehungsnetze eines Intellektuellenmilieus, das am Kieler Institut für Weltwirtschaft entstand. Dessen Angehörige, Schüler von Ferdinand Tönnies und Bernhard Harms, beschäftigten sich mit den radikalen Bewegungen und Ideen ihrer Zeit und engagierten sich zum Teil entsprechend. Gleichzeitig bildete sich in Kiel eine rätekommunistische Strömung heraus, die durch ideelle und personelle Querverbindungen mit diesem Milieu lose verbunden war, aber auch eine Eigendynamik entwickelte. Intellektuelle wie Kurt Albert Gerlach, Richard Sorge, Alfred Meusel, Rudolf Heberle und Adolf Dethmann, die sich später in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft einen Namen machten, hatten in diesem Mikrokosmos ihre fachlichen und politischen Wurzeln.
Häftad, Tyska, 2004
564 kr
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Integration ist nicht nur durch Angleichung, sondern auch durch Nutzung von Unterschieden möglich. Dies zeigen sechs auf biographische Interviews, literarische Texte und teilnehmende Beobachtung gestützte Fallstudien. Almut Zwengel untersucht exemplarisch die Lage junger Erwachsener nordafrikanischer Herkunft im Pariser Raum. Sie präsentiert dabei Alltagssituationen, die zum Teil stark mit Medienberichten über die französischen banlieues kontrastieren. Fazit der Arbeit ist, dass Integration gelingen kann, obwohl bzw. weil Migranten fremdländisch sind. Methodisch werden sprachwissenschaftliche Auswertungsverfahren einbezogen. So wird beispielsweise nach der Verwendung von Pronomen, nach der Zeitstruktur und nach Varietäten gefragt. Dieses Vorgehen erweist sich als ausgesprochen ergiebig und ist anregend für die Weiterentwicklung qualitativer Forschungsmethoden.
Häftad, Tyska, 2005
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Isolde Heintze untersucht aus sozialökologischer Perspektive den Einfluss sozialer Umweltbedingungen im Zusammenhang mit elterlicher Arbeitslosigkeit auf die Qualität der Familienbeziehungen und auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Hierzu nimmt sie umfangreiche empirische Analysen vor, die sich auf eine Umfrage unter rund 1000 Dresdner Haushalten Ende der 1990er Jahre stützen. Die Befunde zeigen, dass Kinder aus höheren Sozialschichten und einer bildungsfreundlichen Umgebung ihre Chancen auf eine höhere Bildungslaufbahn wahren können. Dagegen können Kinder aus niedrigen Sozialschichten, was den Statusgewinn in Form höherer Bildungsabschlüsse betrifft, von einer bildungsfreundlichen Umgebung nicht profitieren. Außerdem erweist sich elterliche Arbeitslosigkeit mehr denn je als indirekter Stressor für die persönliche Entwicklung der Kinder: Günstige soziale Umweltfaktoren werden irrelevant, wenn Arbeitslosigkeit in der Familie auftritt.