Mark W. Elliott bietet unterschiedliche Interpretationen der im Hohen Lied verwendeten Metaphorik. Er zeigt, wie die Figuren des Bräutigams und der Braut verstanden wurden. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf den historischen Kontext der Figuren, die einen Kommentar zum Lied zwischen den Konzilien von Konstantinopel in 381 und Chalcedon in 451 abgeben und berücksichtigt dabei theologische Auseinandersetzungen und geistige Bewegungen. Die meisten Ausleger sind sich darin einig, daß sich das Lied auf ein Zusammentreffen des Wort Gottes in seiner menschgewordenen Form bezieht. Dieses richtet sich an die gesamte Menschheit, die als gehorsame Braut gesehen wird.