Landesteilung und Kulturpolitik

Die Neugestaltung der Thuringer Staatenwelt 1826 und der kulturelle Aufstieg Sachsen-Meiningens unter Herzog Georg II

AvMarko Kreutzmann

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PDF, Tyska, 2026

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Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826-1914) setzte wichtige Impulse fur die Entwicklung des deutschen und europaischen Theaters. Zugleich war Georg II. einer der geistig und politisch herausragenden thuringischen Fursten in der Zeit des Kaiserreiches. Grundlage fur seine Tatigkeit als Regent und fur den Aufstieg Meiningens zur kulturell bedeutendsten Residenz in Thuringen neben Weimar war die im Jahr seiner Geburt erfolgte letzte Landesteilung der ernestinischen Staaten. Durch die Neuaufteilung der ernestinischen Lander nach dem Aussterben des Hauses Sachsen-Gotha im Jahr 1825 wurde das Gebiet von Sachsen-Meiningen erheblich vergro ert. Zugleich bu te Gotha seinen Status als Hauptresidenz und damit einen Teil seiner bisherigen kulturellen Stellung ein. Mit dem innerdeutschen Krieg von 1866 wiederum, der Sachsen-Meiningen aufgrund seiner Parteinahme fur Osterreich beinahe die Existenz gekostet hatte, endete die volle Souveranitat des Landes. Als Bundesstaat im Norddeutschen Bund von 1867 bzw. im Kaiserreich von 1871 musste es zahlreiche, v.a. au enpolitische, Kompetenzen aufgeben. Herzog Georg II., der 1866, im Augenblick der gro ten Existenzkrise des Landes, die Regierung ubernahm, zog daraus die Konsequenz einer Fokussierung auf die innere Politik und die Pflege der Kultur, besonders der Musik und des Theaters. Dieser Band untersucht daher die letzte ernestinische Landesteilung von 1826 und ihre Folgen fur die Kulturpolitik des Herzogtums Sachsen-Meiningen. Lange Zeit wurden Landesteilungen als Ausdruck staatlichen Niedergangs interpretiert. Die Beitrage des Bandes zeigen jedoch, dass die ernestinische Landesteilung von 1826 eine Phase relativ stabiler und erfolgreicher Entwicklung der ernestinischen Kleinstaaten bis zum Ende der Monarchien in Deutschland 1918 eroffnete. Dadurch ebnete sie auch den Weg fur die aufstrebende Kulturpolitik des spateren Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen. Der Band wirft damit zugleich einen neuen Blick auf die Chancen und Grenzen kleinstaatlich-dynastischer Politik im 19. Jahrhundert.

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