Medizinische Normalforschung und ihre Forderung aus offentlichen Geldern ist ein bislang wenig bearbeitetes Feld historischer Analyse. Am Beispiel der deutschen Krebsforschung im 20. Jahrhundert, die von starker wissenschaftlicher Dynamik und interdisziplinaren Fragestellungen gepragt war, untersucht Gabriele Moser die Grundlinien der medizinischen Forschungsforderung durch die Notgemeinschaft/DFG. Die zeitliche Kontextualisierung des Themas uber die Epochenmarken von 1933 und 1945 hinweg offnet den Blick auf die "e;Wissenschaftslenkung"e; des NS-Staates, ihre Vorgeschichte und ihre Nachwirkungen, ohne dabei die Forscher und Forscherinnen zu blo passiven Objekten zu degradieren. Zusammenstellungen von Bearbeiter/innen und Forschungsthemen erganzen die Darstellung.