Als das Videospiel Diablo III im Jahr 2012 veroffentlicht wurde, beinhaltete es ein revolutionares Feature: ein Echtgeld-Auktionshaus. Spieler konnten virtuelle Beute gegen reale Wahrungen verkaufen. Die Entwickler traumten von einer perfekten, regulierten In-Game-Okonomie. Doch stattdessen entfesselten sie einen okonomischen Albtraum, der das Spiel an den Rand der volligen Zerstorung trieb. Was passiert, wenn Millionen von Spielern unendlich viel Gold generieren, aber das System keinen Weg findet, dieses Gold wieder zu vernichten? Innerhalb weniger Monate kam es zu einer brutalen Hyperinflation. Virtuelle Gegenstande, die zu Beginn wenige Cent wert waren, kosteten plotzlich tausende von Dollar. Bots und Spekulanten fluteten den Markt, die normale Spielmotivation brach komplett zusammen, da es effektiver war, den Markt zu manipulieren, als das eigentliche Spiel zu spielen. Dieses Buch analysiert einen der faszinierendsten Wirtschafts-Crashes der digitalen Geschichte. Es zieht direkte Parallelen zwischen den okonomischen Fehlentscheidungen der Spieleentwickler und den katastrophalen Wahrungskrisen der realen Welt, wenn Zentralbanken die Kontrolle uber die Geldmenge verlieren. Fur Gamer und Wirtschaftsinteressierte bietet diese Geschichte tiefe Einblicke in die Mechanik von Angebot und Nachfrage. Entdecken Sie, wie Blizzard Entertainment den Mut aufbrachte, das millionenschwere Auktionshaus abzuschalten, um die Seele ihres Spiels zu retten.