Master's Thesis from the year 2006 in the subject Politics - Region: Eastern Europe, grade: 1,5 , European University Viadrina Frankfurt (Oder), language: English, abstract: Im Zuge des Beitrittsprozesses zur EU entwickelte Polen sein Konzept der Eastern Dimension'. Der ehemalige polnische Auenminister Bronislaw Geremek erklarte bei der Eroffnung der Beitrittsverhandlungen im Jahre 1998 zum ersten Mal den Wunsch einer gemeinsamen europaischen Ostpolitik. Bisher wurde dieser Vorschlag Polens nicht (bzw. nur in Bruchstucken) umgesetzt, alle polnischen Regierungen bis heute benennen die Implementierung einer Eastern Dimension' als Ziel der eigenen Auenpolitik. Auch die EU erkannte die Notwendigkeit, eine gemeinsame Politik fur die neuen Nachbarn zu entwickeln. Der Rat der Europaischen Union beratschlagte im April 2002 zum ersten Mal uber Wider Europe und die Beziehungen der erweiterten EU zu den ostlichen Nachbarn. In den folgenden Ratssitzungen wurde das Thema vertieft, allerdings wurde spatestens beim Europaischen Rat in Kopenhagen im Dezember 2002 klar, dass eine gemeinsame Europaische Nachbarschaftspolitk (ENP) fur alle Nachbarlander der EU entwickelt werden sollte, die neue Politik sollte neben den osteuropaischen Staaten also auch die Lander des Mittelmeerraumes und zusatzlich die Kaukasus-Staaten umfassen. In meiner Master-Arbeit mit dem Titel Poland s role in the development of an Eastern Dimension of the European Union bin ich der Frage nachgegangen, wieso der polnische Vorschlag nicht umgesetzt wurde. Welche Interessensunterschiede oder Umstande fuhrten dazu, dass keine neue Regionalpolitik fur die ostlichen Anrainerstaaten definiert wurde? Durch einen Vergleich der zentralen Dokumente der Eastern Dimension und der ENP konnte ich die wesentlichen Unterschiede dieser beiden Politiken analysieren. Wichtig war naturlich auch der derzeitige Stand der Beziehungen zwischen der EU und den ostlichen Nachbarn. Die Teilnahme der Ukraine und Belarus in der ENP ist vorgesehen, bisher ist allerdings erst die Ukraine in die Gemeinschaftspolitik integriert. Die Teilnahme von Belarus in der ENP kann erst erfolgen, wenn demokratische Reformen durchgefuhrt werden. Die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und der EU stellen sich als schwierig dar, Russland lehnt es ab im Rahmen der ENP mit der EU zu kooperieren.