Die Reihe wird fortgesetzt mit den Themen der Veranstaltung des AK Psychologie im Strafverfahren 2022: Interdisziplinare Betrachtung der Widerstands(un)fahigkeit im Lichte des 177 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 StGB. Juristisch, aussage- und psychowissenschaftlich beleuchten die Beitrage die Herausforderungen, die die Reform des 177 StGB mit sich gebracht hat. Mit der Gesetzesnovelle scheint die strafrechtliche und auch psychowissenschaftliche Bewertung nicht einfacher geworden zu sein. Umso mehr erscheint es geboten, die (sexual-)wissenschaftlichen Fortschritte fur den Strafprozess zu nutzen. Damit ist auch die Resilienz als Teil von Vermeidungsstrategien angesprochen. Zu den Themen der Veranstaltung kommen zusatzlich hinzu: der Konflikt zwischen Unschuldsvermutung und Opferschutztopoi, die Sachaufklarung mittels Beweissicherung uber elektronische Datentrager, die Schadensersatzforderung bei einem grob fahrlassigen oder vorsatzlich fehlerhaften Sachverstandigengutachten, die hohen Hurden fur die zivilrechtliche Durchsetzung und die mogliche Verwendung des "e;Obergutachtens"e; fur ein Wiederaufnahmeverfahren.