Antonius Weixler – författare
Authentisches Erzählen
Produktion, Narration, Rezeption
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Ein zentrales Merkmal gegenwärtiger Formen von Authentizität besteht darin, dass die Wahrheit des Dargestellten durch die Wahrhaftigkeit der Darstellung ersetzt wird. Nicht mehr der Inhalt garantiert eine empirische, ontologische, ästhetische oder moralische Qualität, vielmehr muss durch eine kontextuelle Konstruktion oder eine Erzählung die Zuschreibung des Merkmals ''authentisch'' angeregt werden. Damit verschiebt sich auch das Erkenntnisinteresse: Wurde Authentizität in der Forschung bisher überwiegend als Aspekt der Ästhetik diskutiert, rückt nun die erzählerische Dimension des Phänomens in den Fokus. Sichtbar wird so die Verschiebung von einem referentiellen zu einem relationalen Authentizitäts-Begriff.
Die Anordnung der Beiträge folgt den Aspekten Produktion (Strategien, die Authentisches erzählen), Narration (Formen authentischen Erzählens) und Rezeption (als Zuschreibungsphänomen in einem Authentizitäts-Pakt). Die Artikel geben einen Überblick über ein breites Spektrum unterschiedlicher Authentizitäts-Aspekte in verschiedenen Epochen, Künsten und Gattungen und der Band als Ganzes liefert einen ersten erzähltheoretischen Beitrag zur Authentizitäts-Forschung.
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Dass Zeit und Erzählen untrennbar miteinander verschränkt sind, gehört zu den immer wieder beschworenen Topoi der Erzähltheorie: Ohne Zeit gibt es kein Erzählen und ohne Erzählen keine Zeit. Die erzählte Geschichte vollzieht sich in der Zeit; der Akt des Erzählens hat einen Zeitpunkt, an dem er stattfindet; und der Erzählakt sowie der Rezeptionsprozess nehmen Zeit in Anspruch. Die Verschränkung von Zeit und Erzählen ist dabei nicht allein auf dieses systemische Bedingungsverhältnis beschränkt, auf das sich die Erzähltheorie konzentriert. Sie bringt darüber hinaus ein breites Spektrum ästhetischer Phänomene hervor: Zeit kann für den Roman kompositorische Relevanz besitzen, sie kann als Aspekt der Wahrnehmung thematisiert sein oder auch in ihrem Zusammenspiel mit Figurenkonzeptionen bedeutsam werden. Die eine Zeit – so die These, die die Beiträge des Sammelbandes verbindet – gibt es nicht. Nimmt man die Vielfalt der temporalen Phänomene in den Blick, so wird man schnell den Singular zugunsten des Plurals aufgeben müssen. Der Band beleuchtet aus methodischer, medialer, generischer und historischer Perspektive die Pluralität von Zeitformen. Erzählt wird nicht die Zeit – es werden Zeiten erzählt.
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Dass Zeit und Erzählen untrennbar miteinander verschränkt sind, gehört zu den immer wieder beschworenen Topoi der Erzähltheorie: Ohne Zeit gibt es kein Erzählen und ohne Erzählen keine Zeit. Die erzählte Geschichte vollzieht sich in der Zeit; der Akt des Erzählens hat einen Zeitpunkt, an dem er stattfindet; und der Erzählakt sowie der Rezeptionsprozess nehmen Zeit in Anspruch. Die Verschränkung von Zeit und Erzählen ist dabei nicht allein auf dieses systemische Bedingungsverhältnis beschränkt, auf das sich die Erzähltheorie konzentriert. Sie bringt darüber hinaus ein breites Spektrum ästhetischer Phänomene hervor: Zeit kann für den Roman kompositorische Relevanz besitzen, sie kann als Aspekt der Wahrnehmung thematisiert sein oder auch in ihrem Zusammenspiel mit Figurenkonzeptionen bedeutsam werden. Die eine Zeit – so die These, die die Beiträge des Sammelbandes verbindet – gibt es nicht. Nimmt man die Vielfalt der temporalen Phänomene in den Blick, so wird man schnell den Singular zugunsten des Plurals aufgeben müssen. Der Band beleuchtet aus methodischer, medialer, generischer und historischer Perspektive die Pluralität von Zeitformen. Erzählt wird nicht die Zeit – es werden Zeiten erzählt.
1 858 kr
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Die verba videndi stellen das meist verwendete Wortfeld im Gesamtwerk Carl Einsteins dar. Bildsprachlichkeit wird dabei nicht nur auf formaler Ebene dargestellt, sondern durchgehend auch inhaltlich in Form einer ausgeprägten Polemik, die auf eine Absage und Kritik an herkömmliche bildsprachliche Verfahren wie Metaphorik oder Allegorik abzielt, verhandelt. In sämtlichen Werkphasen und Textgattungen ist die Auseinandersetzung mit dem Sehen und Erkennen, mit den Möglichkeiten bzw. Unmöglichkeiten einer adaequatio-Relation zwischen ‚Realität‘ und Sprache sowie mit dem Verhältnis von Perzeption und ästhetischem Ausdruckspotential das thematische Gravitationszentrum in Einsteins Werk. Mit dem Transvisuellen wird dieses zentrale Thema Einsteins mit einer prägnanten Begrifflichkeit benannt. In der Kontextualisierung mit den zeitgenössischen Diskursen der Kritik am Sehen und der Sprachkritik zeigt sich, dass Einstein mit seiner Poetik des Transvisuellen eine bedeutende sowie eigenständige Position im komplexen Diskursgeflecht der Moderne einnimmt.
1 926 kr
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Die verba videndi stellen das meist verwendete Wortfeld im Gesamtwerk Carl Einsteins dar. Bildsprachlichkeit wird dabei nicht nur auf formaler Ebene dargestellt, sondern durchgehend auch inhaltlich in Form einer ausgeprägten Polemik, die auf eine Absage und Kritik an herkömmliche bildsprachliche Verfahren wie Metaphorik oder Allegorik abzielt, verhandelt. In sämtlichen Werkphasen und Textgattungen ist die Auseinandersetzung mit dem Sehen und Erkennen, mit den Möglichkeiten bzw. Unmöglichkeiten einer adaequatio-Relation zwischen ‚Realität‘ und Sprache sowie mit dem Verhältnis von Perzeption und ästhetischem Ausdruckspotential das thematische Gravitationszentrum in Einsteins Werk. Mit dem Transvisuellen wird dieses zentrale Thema Einsteins mit einer prägnanten Begrifflichkeit benannt. In der Kontextualisierung mit den zeitgenössischen Diskursen der Kritik am Sehen und der Sprachkritik zeigt sich, dass Einstein mit seiner Poetik des Transvisuellen eine bedeutende sowie eigenständige Position im komplexen Diskursgeflecht der Moderne einnimmt.
Zeiten erzählen
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Poetik des Transvisuellen
Carl Einsteins "écriture visionnaire" und die ästhetische Moderne
1 839 kr
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Postfaktisches Erzählen?
Post-Truth − Fake News − Narration
1 810 kr
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Literaturpreise
Geschichte und Kontexte
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In der „Logik der Konkurrenz um kulturelle Legitimierung“ zur Etablierung spezifischer intellektueller „Auslese- und Bestätigungsinstanzen“ (Bourdieu) spielen Literaturpreise eine herausragende Rolle. Das Ritual ‚Literaturpreis‘ führt mit den preisstiftenden Institutionen, Verlagen, Autoren, Medien, Literaturkritikern sowie Leser*innen alle wesentlichen Instanzen des literarischen Feldes zusammen. Es signalisiert und beeinflusst auf diese Weise auch aktuelle literarische Tendenzen. So werden Prozesse und Strategien sichtbar, die eine Nobilitierung bzw. Kanonisierung ästhetischer wie (literatur)politischer Wertmuster abzielen. Der Band diskutiert diese Zusammenhänge durch Fallbeispiele zu Autor*innen, Preisen, Jurys oder Vergabeinstanzen ebenso wie durch strukturelle oder typologische Perspektiven auf Funktionen, Begriffe, Konzepte oder ideologische Dimensionen der Literaturpreisvergabe.
„Eins zu eins ist jetzt vorbei“
Popschreibweisen seit 2000
840 kr
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Der Band nimmt das titelgebende Tocotronic-Zitat zum heuristischen Ausgangspunkt, um das Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit und damit den Entwurf von ‚Realität‘ insgesamt in deutschsprachigen Popschreibweisen seit 2000 zu untersuchen. Während das literarische Feld sich in der Folge von 9/11 etwa tendenziell zu einem „Relevanten Realismus“ bekannte, wandte sich die Hamburger Schule in den frühen 2000er Jahren eher einer ästhetizistischen Hochkunstphase zu. Seit den 2010er Jahren lässt sich wiederum eine neue Welle ‚relevant realistischer‘, politisch-engagierter Popsongs erkennen.
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