Matthias Grüne - Böcker
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Del 61 - Narratologia
Realistische Narratologie
Otto Ludwigs "Romanstudien" im Kontext einer Geschichte der Erzähltheorie
Inbunden, Tyska, 2017
1 865 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
The Narratologia series publishes state-of-the-art monographs and collective volumes devoted to modern narrative theory and its historical reconstruction in all the philological disciplines. It is the first narratological forum of its kind in Germany. In addition to literary texts, the series focuses on narration in everyday contexts, in pictorial media, in film and in the new media as well as on narration in historiography, ethnology, medicine, and the law.The series publishes in German and English. All volumes are peer reviewed by two anonymous assessors.
1 594 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
In seinen Romanen beschreibt Theodor Fontane eine Gesellschaft, die durchdrungen ist von einem Gefühl der Unsicherheit angesichts der wechselseitigen Relativierung konkurrierender ethischer und religiöser Orientierungsangebote. Viele seiner Figuren, und nicht nur der alte Stechlin, sind dazu übergegangen, hinter alles ein Fragezeichen zu setzen, denn unanfechtbare Wahrheiten scheint es nicht mehr zu geben. In dieser Krisensituation scheint das große Projekt der europäischen Aufklärung, das Streben nach einer vernunftgeleiteten Einrichtung der menschlichen Verhältnisse, zum Erliegen gekommen zu sein. Die Anerkennung der zeitlichen und sozialen Bedingtheit aller Wahrheiten entzieht der Vorstellung einer durch Kritik, Dialog und Erziehung schrittweise sich entfaltenden Vernunftordnung den Boden. Das Vertrauen in die Tragfähigkeit und relative Berechtigung bestehender Normsysteme lässt alle Versuche überflüssig erscheinen, die jeweiligen Geltungsansprüche kritisch zu hinterfragen. Aber ist diese fundamentale Aufklärungsskepsis tatsächlich in Fontanes Texten zu spüren? Oder weiß er im Gegenteil das Erbe der Aufklärung produktiv zu nutzen, etwa in der Kritik an dogmatischer Versteifung, in der Ablehnung von Absolutheitsansprüchen und in der Kultivierung der dialogischen Praxis? Der Band widmet sich den komplexen und mitunter verschlungenen Bezügen zwischen Fontanes Werk und dem Zeitalter der europäischen Aufklärung. Dieses bisher nur unzureichend aufgearbeitete Beziehungsgeflecht wird vor einem breiten Hintergrund und unter Berücksichtigung inner- wie außerliterarischer Faktoren durchleuchtet.
1 197 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Erzählen ist eine Alltagspraxis und zugleich eine Praxis, in der Alltag (re-)produziert wird. Denn das Erzählen im Alltag hat selten das wirklich Außergewöhnliche und Unerhörte zum Gegenstand. In der Regel dreht es sich um Gewöhnliches, um die banalen Routinen, die sich lediglich in Nuancen von einem Tag zum nächsten unterscheiden. Wir nutzen das Erzählen nicht nur, um neuartige Erfahrungen kognitiv zu verarbeiten; wir brauchen es auch als ein Instrument der Interaktion, als Möglichkeit, den Gegenüber am eigenen Leben teilhaben zu lassen und die Alltagswelt so als eine intersubjektiv geteilte Welt zu konstituieren. Das Erzählte ist dann allein deshalb erzählwürdig, weil wir es erzählen möchten.So großzügig das Kriterium der tellability im alltäglichen Erzählen aus diesem Grund ausgelegt werden kann, so verbindlich scheint es im literarischen und fiktionalen Erzählen. Dort erwarten wir als Rezipient*innen gemeinhin das Nichtalltägliche, wollen durch überraschende Plot-Twists und ungewöhnliche Verwicklungen unterhalten werden. Der Alltag als Gegenstand müsste hier eigentlich die Ausnahme sein, allerdings kommt häufig gerade der Darstellung des Gewöhnlichen im fiktionalen Erzählen eine wichtige Funktion zu, etwa um im Sinne eines Realitätseffekts die Bewohnbarkeit der Erzählwelt oder die ›Authentizität‹ des Erzählten auszuweisen. Ebenso können Erzählungen Rezeptionserwartungen kalkuliert unterlaufen, um die Aufmerksamkeit explizit auf die Strukturen der Alltagswelt zu lenken.Der Sammelband setzt sich das Ziel, das komplexe Verhältnis von Erzählen und Alltag aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven zu erhellen. Er will die narrativen Dimensionen des Gewöhnlichen sowohl in der Praxis der Alltagserzählung als auch im Hinblick auf literarisch-fiktionale Erzähltexte beleuchten. Willkommen sind neben literarhistorischen Fallstudien zur narrativen Dimension des Gewöhnlichen im Hinblick auf Einzeltexte, Autoren, Genres, Epochen etc. insb. Beiträge, die auch systematische oder theoretische Fragen fokussieren.