Dirk Fonfara – författare
Interdisziplinäre Perspektiven der Phänomenologie
Neue Felder der Kooperation: Cognitive Science, Neurowissenschaften, Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Religionswissenschaft
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Mit diesem Sammelband sollen die zahlreichen Bezüge der Phänomenologie zu den Nachbardisziplinen in den Geisteswissenschaften und die vielfältigen Ansätze zu einer Kooperation mit den Naturwissenschaften dargestellt und zugleich belebt werden. Auf der Seite der Naturwissenschaften und der Cognitive Science bietet sich schon auf den ersten Blick eine Zusammenarbeit mit denjenigen Wissenschaften an, die sich mit den Möglichkeiten der Kognition beschäftigen oder die neuronalen Grundlagen des Bewusstseins empirisch untersuchen.
Die Phänomenologie hat sich daher in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaften vielfältige fachübergreifende Anwendungs- und Forschungsfelder erschlossen: mit der Cognitive Science, den Neurowissenschaften, aber auch mit der Psychologie, der Soziologie, der Linguistik, der Theologie sowie der Politik- und Rechtswissenschaft. In diesem weitgefächerten Spektrum von anregenden interdisziplinären Forschungen und der aktiven Aufnahme von neuen Anbindungen zeigt sich die bleibende Lebendigkeit phänomenologischer Forschung. Die auf Edmund Husserl zurückgehende Phänomenologie versteht sich von Anfang an eher als eine Methode und nicht als dogmatische Lehre. Sie will eine Methode philosophischen Forschens sein, die jedermann für eigene Arbeit und für die Anwendung auf neue Fragestellungen offen steht.
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Die Ousia-Lehren des Aristoteles
Untersuchungen zur Kategorienschrift und zur Metaphysik
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Grundlegend für Husserls Phänomenologie sind die beiden Methoden der eidetischen und der phänomenologischen Reduktion. Der vorliegende Band, der unter sachlichen Gesichtspunkten ausgewählte, zwischen 1891 und 1935 entstandene Forschungsmanuskripte zur Lehre vom Wesen enthält, ist deshalb komplementär zu dem Band über phänomenologische Reduktion (Husserliana XXXIV). Er ist – analog zu den Phasen, in denen jene Lehre Modifikationen erfahren hat – in fünf Teile (I-V) gegliedert mit je charakteristischen thematischen Fragestellungen und Schwerpunkten: Nach ersten Vorüberlegungen (I: 1891-1900) wird die Wesenseinsicht im Zusammenhang mit der Begriffsbildung erörtert (II: 1901-1917) und ergänzt daher ebenso die Untersuchungen zur Urteilstheorie (Husserliana XL, Teil C). Es folgen Analysen, die sich vor allem dem niedersten Allgemeinen, aber auch der Funktion der Phantasie bei der Variation widmen (III: 1917/18). Die Abgrenzung von typischen und exakten Wesen bildet einen weiteren Schwerpunkt (IV: 1918-1925). Der letzte Teil (V: 1926-1935) gilt Texten, die sich vor allem mit den Problemfeldern Eidos „Ich“ und – damit eng zusammenhängend – Eidos „Welt“ befassen und somit zu dem Kontext des Lebenswelt-Bandes (Husserliana XXXIX) und der Krisis-Bände (Husserliana VI und XXIX) gehören. Hierbei berührt Husserl auch Themen, welche die Grenzen der Methode aufzeigen, z.B. die eidetische Variation meines eigenen Charakters.