Frankfurter Allgemeine Archiv + Rights Management – författare
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Die Künstliche Intelligenz ist in eine kritische Phase eingetreten – wieder einmal. Wie kompetent derzeit angesagte KI-Modelle mit Sprache umgehen können, wie ausführlich sie auf verschiedenste Anfragen Antworten ausformulieren und in der Lage sind, ein Fachgespräch zu führen, davon haben sich Milliarden Menschen rund um den Globus überzeugt. Doch wie geht es weiter? Hilfreich ist eine bahnbrechende Unterscheidung, die der verstorbene Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahneman einmal anstellte, und die auch die Diskussion über die Künstliche Intelligenz inspiriert: Er beschrieb zwei verschiedene Systeme, in denen Menschen denken. Als "schnelles Denken" bezeichnete er spontane Antworten, intuitive, zeitnahe Reaktionen. Nicht immer ist das durchdacht oder korrekt – aber ohne diese Fertigkeit gelingen der Alltag und viel Zwischenmenschliches nicht. Davon grenzte Kahneman das "langsame Denken" ab, die Fähigkeit, etwas tiefer zu durchdringen, zu analysieren, rational zu planen, zu berechnen, abzuwägen. Ohne diese Fähigkeit sind erfolgversprechende Entscheidungen kaum denkbar.Die Entwickler großer KI-Sprachmodelle von führenden Anbietern wie Open AI, Google, Meta oder Anthropic rekonstruierten zunächst vornehmlich das "schnelle Denken". Sie setzten auf immer weiter wachsende Datenmengen und noch mächtigere Rechner, auf einen möglichst großen Wort- und Textschatz, um Nutzern schnell sinnvolle und ausführliche Ergebnisse zu präsentieren. Besonders ausgeklügelt waren und sind diese Antworten aber nicht, denn das ist in diesen KI-Modellen so gar nicht angelegt. Inzwischen ändert sich das. KI-Fachleute konzentrieren sich zunehmen darauf, ihre KI-Modelle zu verbessern, indem sie ihnen mehr Zeit geben, sozusagen um zuerst länger nachzudenken und dann zu antworten. Sie haben Instrumentegefunden und integriert, mit denen die KI-Modelle herausfinden sollen, welcher der beste Lösungsweg ist – auch indem sie Zwischenschritte darlegen und klären, wie komplex eine ihnen gestellte Aufgabe überhaupt ist. Danach wählen sie dann aus, wie viel Aufwand sie hineinstecken. Das macht die Antworten besser und die Modelle effizienter. Und durchaus auch menschenähnlicher in einem gewissen Sinne. Der Fokus richtet sich so zunehmend auf Kahnemans "langsames Denken", um weiter voranzukommen.Genau in diesem Bereich hat das chinesische Unternehmen Deepseek einen enormen Erfolg erzielt. Das ist der Grund, warum dieses bis dahin hierzulande weitgehend unbekannte Unternehmen für Furore und neue Hoffnung sorgte. Indem die Tüftler die benannten Methoden geschickt kombinierten und vermutlich auch besser ausgewählte und aufbereitete Daten verwendeten, ist es ihnen nach eigenem Bekunden gelungen, mit älterer Hardware eine KI zu erfinden, die mit den Spitzenmodellen aus Amerika mithalten kann – für einen Bruchteil der Kosten. Das ist eine großartige Ingenieurleistung.Damit wächst die Zuversicht, viel mehr Unternehmen, Behörden oder Universitäten als bisher könnten dank geringerer Kosten in der Lage sein, in der KI doch mitzuhalten, nicht zuletzt in Deutschland und Europa. Künftig sind vielleicht nicht immer und überall Milliardensummen für riesige Rechenzentren und moderne Hochleistungschips aus dem Hause Nvidia nötig, die speziell auf die Mathematikanforderungen der KI zugeschnitten sind. Gerade deutsche Fachleute propagieren, dass der Weg zum künstlichen Gehirn nicht über immer mehr Daten, Rechenleistung und Modellgröße führen müsse, sondern noch ganz andere Ansätze erforderlich seien. Sie versuchen, auf dem Lernen basierende KI-Systeme mit solchen zu verschmelzen, die auf Logik und fest einprogrammiertem Wissen fußen. Sie wollen den ganzen Kahneman in die Künstliche Intelligenz einbringen, das schnelle Denken und das langsame Denken.Alexander ArmbrusterVerantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online
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PDF, Tyska, 202649 kr
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Niemand von uns wei, ob er morgen vom Schlag getroffen wird und tot umfallt oder einst schwer pflegebedurftig viele Jahre auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird. Es kursieren viele Horror-Szenarien dazu und uber Sterbehilfe wird immer haufiger diskutiert. Wer aber rational zurucktritt und sich auf Zahlen und Daten stutzt, kann guter Hoffnung sein auf ein langes Leben in Gesundheit: Langst nicht jeder wird in seinem Leben schwer pflegebedurftig und wenn, dann dauert dieser Zustand meist deutlich weniger als zwei Jahre. Wer sich volkswirtschaftlich an das Thema Pflege heranwagt, sieht, dass mit Renteneintritt der vielen Millionen Boomer auch die Zahl der Pflegebedurftigen weiter steigt und schneller steigen wird als bisher. Bei gleichzeitiger Geburtenarmut bedarf es nicht viel Mathematik, um feststellen zu mussen, dass wir entweder viel mehr Pflegehilfe aus dem Ausland brauchen oder mehr Pflege-Roboter oder mehr Arbeitskrafte im Inland umschulen mussen oder unsere Angehorigen uns in viel gro erem Ma e als bisher selbst betreuen mussen. Unterm Strich wird dies kein entweder oder sein, sondern ein sowohl als auch. Frei nach Gerhard Schroder konnen wir als Land aber weder davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden, noch, in dem wir uns gegenseitig pflegen. Das Spannungsfeld zwischen stagnierendem Wohlstand in einer im harten internationalen Wettbewerb taumelnden Volkswirtschaft bei gleichzeitig steigendem Bedarf an pflegerischer Hilfe und damit weiterer Sozialleistungen ist gro . Werden wir uns das leisten konnen? Als Staat? Oder auch ganz personlich? Es gibt gute Grunde fur Zuversicht. Und diese Fragen, die uns Menschen seit vielen Jahren beschaftigen, die haben wir auch journalistisch vielfach aufgegriffen. Dieses Dossier ist ein starkes Zeugnis von der Breite, Tiefe und Vielfalt unserer journalistischen Arbeit zu dem Thema. Wir hoffen sehr, dass es Ihnen hilft, das Thema sachlich fundiert in allen seinen Facetten eingeschatzt zu wissen, auch ein wenig die Angst zu verlieren, irgendwann verarmt und alleingelassen zu sein. Menschenwurdig bis zum Tode leben zu durfen, das wird uns schon im Grundgesetz im ersten Artikel zugesichert ein starkes Signal, das seit 1949 Ma stab deutscher Politik ist, aber den Einzelnen auch nicht aus seiner Verantwortung entlasst.
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PDF, Tyska, 202250 kr
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Das Erliegen der heimischen Erdgasproduktion, die Monopolisierung der Gasversorger und die Konzentration auf Russland als Erdgaslieferant haben Deutschland in eine fatale Abhängigkeit gebracht. Zwar ist Deutschland unter dem Druck des Ukraine-Krieges gewillt, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern und konnte schon jetzt den Anteil russischer Gasimporte von 50 auf rund 30 Prozent senken. Doch Ersatz steht nicht sofort und unbegrenzt zur Verfügung und ist zudem teuer: Flüssiggasterminals müssen noch gebaut werden und Fracking-Gas gilt als "schmutzig" und klimaschädlich. Zu Recht machen sich die Bevölkerung, die Politik und vor allem die Wirtschaft große Sorgen, dass die Gasimporte aus Russland versiegen könnten. Zum einen weil Moskau den Hahn zudrehen könnte, um Rohstoffe als Waffe zu nutzen, oder weil die EU ein Embargo gegen Russland verhängt. Kann der enorme Energiebedarf der Industrie ohne russisches Gas noch gedeckt werden, fragen sich viele und sehen die Produktion und Wettbewerbsfähigkeit ganzer Industriezweige bedroht. So oder so wird die Loslösung vom russischen Gas nicht ohne Wohlstandsverluste bleiben. Das Gas-Drama ist noch lange nicht ausgestanden.
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PDF, Tyska, 202248 kr
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Der Vorläufer der Heizung war das Lagerfeuer. Hat sich die Wärmeerzeugung seither wirklich entscheidend weiterentwickelt? Lange genug ist es beim Verbrennen von Holz, Kohle oder Heizöl in den eigenen vier Wänden geblieben. Jetzt lenken Klimaschutzziele und stark steigende Energiekosten die Blicke auf umweltfreundlichere Alternativen und auf moderne Heiztechniken. Ab 2024 sollen neu eingebaute Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien auskommen. Doch nicht für alle Bestandbauten wird sich eine Umrüstung lohnen. Da hilft nur Energie sparen und sich warm anziehen.
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PDF, Tyska, 202349 kr
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Wo Gefühle im Spiel sind, gibt es Glück und Enttäuschung, Krisen und Neuanfang, Versöhnung und Trennung. Keine Facette zwischen himmelhoch jauchzend und zutiefst betrübt wird ausgelassen. Diese Gefühlswelt rund um Liebe und Partnerschaft haben Autorinnen und Autoren der F.A.Z. aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Sie haben Statistiken studiert, Fachleute befragt und mit vielen Betroffenen gesprochen. Daraus entstanden sind Artikel über Schwierigkeiten und Glück bei der Partnersuche, Krisen und Chancen im Beziehungsleben sowie Heirat und Ehe. Auch das liebe Geld macht vor der Liebe nicht Halt. In der Partnerschaft verursachen Finanzen und Geldthemen allzu oft Streit und Herzschmerz. Und die Partnersuche im Internet und über Apps ist ein lukratives Milliardengeschäft.
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PDF, Tyska, 202348 kr
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Die Debatte über die Atompolitik in Deutschland läuft ungeachtet der Abschaltung der letzten drei deutschen Kernkraftwerke hitzig weiter. Nach wie vor ist die deutsche Öffentlichkeit in dieser Frage gespalten. Auch in der Frankfurter Allgemeine Zeitung wird die Nutzung der Kernenergie heftig diskutiert. Kommentatoren verschiedener Ressorts der Zeitung und Interviews mit Fachleuten spiegeln eine große Bandbreite an Einschätzungen und Meinungen wider. Einerseits heben Befürworter die Versorgungssicherheit, die Potentiale dieser Technologie, die CO2-Bilanz und den Mangel an Alternativen hervor. Andererseits führen Kritiker die politisch ungeklärte Endlagerfrage und eine ganze Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen an und nennen etwa Fukushima 2011, Tschernobyl 1986 und Three Mile Island 1979.Es ist Zeit für einen Rückblick in die wechselhafte Geschichte einer Technologie, auf die andernorts mehr denn je gesetzt wird: Mit welchen Sorgen und Hoffnungen begann die Nutzung Kernenergie in Deutschland? Welche Ereignisse und politischen Entscheidungen haben zur Abschaltung im April geführt?
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PDF, Tyska, 202351 kr
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Wer jetzt ins Arbeitsleben startet, muss davon ausgehen, dass eine staatliche Rente allein später nicht zum Leben reichen wird. Was Berufseinsteiger deshalb jetzt schon machen sollten, um vorzusorgen, welche Versicherungen und Geldanlagen für junge Menschen sinnvoll sind, erklärt dieses Dossier. Es gibt zusätzlich Tipps für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.
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PDF, Tyska, 202348 kr
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In einem Zeitalter der Verunsicherung wird auch Erprobtes kritisch hinterfragt. Hierzu gehört die Globalisierung, die ehemals als wichtige Quelle materiellen Reichtums in der Welt galt, aber heute weitaus kritischer beäugt wird. Hat sie wirklich der Masse der Menschen Vorteile beschert oder nur einer Elite? Geht die Globalisierung mit nicht hinnehmbaren Kontrollverlusten von Nationalstaaten einher? Fördert sie über die Furcht vor Fremdbestimmung und eine schwer beherrschbare Dynamik wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels den Populismus? Erzeugt die Globalisierung möglicherweise bis zu Kriegen reichende Rivalitäten zwischen großen Mächten? Ist Deutschland mit seiner starken Exportorientierung zu stark von der Globalisierung abhängig geworden? Trägt eine in erster Linie auf Mehrung wirtschaftlichen Wohlstands ausgerichtete Globalisierung nachteilig zum Klimawandel bei? Mit diesen und weiteren Fragen befassen sich die F.A.Z.-Artikel in diesem Dossier.
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PDF, Tyska, 202450 kr
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Die Bedrohung durch Cyberangriffe wächst in einer zunehmend digitalisierten Welt rasant. Identitätsdiebstahl, Phishing und Hackerangriffe sind nicht nur lästige Unannehmlichkeiten, sondern können verheerende Auswirkungen auf Individuen und Unternehmen haben. In diesem Dossier werden Aspekte der Cybersicherheit beleuchtet, um ein Verständnis der Bedrohungslage zu bieten und Möglichkeiten der Gefahrenabwehr zu zeigen.
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PDF, Tyska, 202449 kr
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Lange wurde viel zu wenig zu wenig über Geld geredet. Zu wenig in Familien, zu wenig in Partnerschaften, zu wenig unter Freunden. Geldanlage, Vermögensaufbau, die finanzielle Absicherung im Alter, das alles schien wenig gesprächstauglich. Es wirkte eher wie ein notwendiges Übel mit sehr viel Verdrängungspotential. Zudem ist gerade in Deutschland ein Land der Aktienmuffel. Die Börse hatte lange den Ruf einer Zockerbude, von der an sich als Privatanleger besser fernhält.Doch die Zeiten haben sich geändert. Nicht zuletzt die vielen Jahre der Niedrigzinsphase haben dazu geführt, dass sich Anleger neue Formen der Vermögensbildung suchen mussten. Das lieb gewonnene Sparbuch rentierte sich nicht mehr, der Bausparvertrag warf nichts mehr ab und auch die sicher geglaubte Garantieverzinsung von Lebensversicherungen schmolz wie Eis in der Sonne. Vor allem die Digitalisierung hat dem Thema Finanzen einen kräftigen Schub verschafft. Die Möglichkeit über das Smartphone oder das Tablet Finanzprodukte zu kaufen und zu verkaufen, sorgt für sehr geringe Eintrittsbarrieren in die Welt der Finanzmärkte. Die jungen Neobroker, die zu vergleichsweise günstigen Konditionen Geschäfte and der Börse ermöglichen, tragen ihren Teil zu bei. Mit den börsennotierten Indexfonds, den ETF ist zudem ein Produkt hinzugekommen, dass sich über die vergangenen Jahre hinweg vervielfacht hat und sich gerade bei Finanz-Einsteigern großer Beliebtheit erfreut - sie sind vergleichsweise kostengünstig und einfach zu handhaben und kommen doch nicht mit einem Null-Risiko. Egal, ob ETF, Aktien oder andere Finanzprodukte, Information schafft Transparenz. Mit diesem Dossier wollen wir dazu beitragen, die Welt der Geldanlage besser zu verstehen und einordnen zu können. Es wurde zu lange zu wenig über Geld geredet, das wollen wir ändern. Wir sprechen über Geld!
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PDF, Tyska, 202448 kr
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Totgesagte leben länger, hieß es schon in der Antike. Der Satz bewahrheitet sich auch im Fall der NATO. Vor fünf Jahren hatte ihr der französische Präsident Macron attestiert, den Hirntod erlitten zu haben. Doch dann griff der russische Präsident Putin zum Elektroschockgerät und belebte mit seinem Überfall auf die ganze Ukraine das atlantische Verteidigungsbündnis wieder. Dessen meiste Mitglieder – auch die NATO ist nicht frei von Gegensätzen und Partikularinteressen – teilen die Einschätzung, dass der russische Eroberungsdrang nicht erlöschen würde, wenn der Kreml seine Kriegsziele in der Ukraine erreichte. Sie fürchten, dass der Moskauer Neoimperialismus danach weitere frühere Sowjetrepubliken und Satellitenstaaten ins Visier nähme, die nach dem Zerfall der Sowjetunion aus freien Stücken der EU und der NATO beigetreten waren. Nach dem Überfall auf die Ukraine schlossen sich auch noch die lange bündnislosen Staaten Finnland und Schweden an.Um Putin von einem Angriff auf das NATO-Gebiet abschrecken zu können, folgen die Mitglieder des Bündnisses der ebenfalls schon im alten Rom bekannten Empfehlung "si vis pacem para bellum" – wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor. Die meisten europäischen Mitglieder des Bündnisses wenden inzwischen zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für ihre Verteidigung auf, was die NATO schon seit vielen Jahren verlangt; Deutschland schafft das 2024 erstmals. Angesichts der massiven Aufrüstung Russlands, die mit einer langfristigen Umstellung auf Kriegswirtschaft einhergeht, werden die NATO-Staaten nicht bei der Zwei-Prozent-Marke stehen bleiben können, auch wenn das in allen Ländern die Frage aufwirft, woher die Mittel dafür kommen sollen.Es ist freilich nicht Putin allein, der den Druck auf die Europäer erhöht, mehr für ihre Verteidigung zu tun. Der amerikanische "president-elect" Trump hat schon damit gedroht, aus der NATO auszutreten, wenn die Europäer nicht ihre "Rechnungen" bezahlten. Die Abwendung Amerikas aber wäre der GAU: Das Bündnis mit der Supernuklearmacht ist das Rückgrat der europäischen und ganz besonders der deutschen Sicherheitspolitik. Deutschland muss daher angesichts der neuerlichen Bedrohung aus dem Osten für Freiheit und Sicherheit alles dafür tun, dass die NATO ein langes Leben hat.
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PDF, Tyska, 202548 kr
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Ein häufiges Argument gegen die Regulierung von Meinungsäußerungen ist, dass "gute" Meinungsäußerungen "schlechte" Meinungsäußerungen besiegen werden. Das ist auch das Argument dafür, dass eine Qualitätskontrolle künftig nicht nur bei X, sondern auch bei den Angeboten des Meta-Konzerns (Facebook, Instagram) mindestens in den Vereinigten Staaten nicht mehr von dafür bezahlten Menschen erfolgen soll, die Fakten prüfen. Aber die Rechnung der Selbstkontrolle im angeblichen Namen der Meinungsfreiheit wird nicht aufgehen. Denn das Geschäftsmodell der Plattformen ist darauf ausgerichtet, der "schlechten" Meinungsäußerung mehr Gehör zu verschaffen.Europa und den Europäern fehlen die passenden Antworten darauf, denn die Region hat es versäumt, Angebote zu entwickeln, die den Amerikanern von X, Meta und Linkedin (Microsoft) oder Chinesen von Tik Tok Paroli bieten könnten. "Wenn uns vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass der Eigentümer eines der größten Social-Media-Unternehmen der Welt eine neue internationale reaktionäre Bewegung unterstützen und direkt in Wahlen eingreifen würde, auch in Deutschland, wer hätte das gedacht?", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron zu Jahresbeginn vor Botschaftern – und drückte damit die gesamte Hilflosigkeit aus. Natürlich kann man als Nutzer die Plattformen auch einfach verlassen – und sie dann noch mehr den Stimmungsmachern überlassen. Ist das also wirklich eine gute Alternative? Gut wäre die Rückkehr zu dem, was eine inhabergeführte, unabhängige Buchhandlung bieten kann: Verantwortung für die persönlichen Empfehlungen eines Buchhändlers für seine ihm bekannten und ihm vertrauenden Kunden. Ein Geschäftsmodell, das nicht auf die Zulieferung von Kundenströmen von großen Plattformunternehmen abhängig ist, technisch unabhängig, dezentral. Es gibt Stimmen, die sagen, dass "Big Tech" mit großen Schritten auf ein solches Finale zulaufen würde. Dass es an seine Grenzen stoße, weil auch in der Digitalisierung die Sorgen vor zu großem Einfluss der Plattformen und ihrer Eigner-Milliardäre wie Elon Musk zu groß werde. Dass es möglich sei, auch mit Hilfe von freier Open-Source-Software, wahrhaft demokratische, unabhängige, offene und transparente Angebote auf diesem Markt zu schaffen.
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PDF, Tyska, 202545 kr
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Zölle waren für viele Ökonomen ein wirtschaftspolitisches Instrument aus einer fernen Vergangenheit. Sie wurden als ein Hindernis auf einem Weg zu einem Freihandel betrachtet, von dem alle Länder partizipieren können. Freier Handel ist, wie der britische Ökonom David Ricardo vor mehr als zwei Jahrhunderten zeigte, für alle Länder vorteilhaft.Donald Trump akzeptiert diese Erkenntnis nicht: Für ihn ist internationaler Handel ein Nullsummenspiel mit Gewinnern und Verlierern – und der größte Verlierer sind aus seiner Sicht die Vereinigten Staaten von Amerika. Wäre Trump mit dieser Ansicht isoliert, müsste sich die Welt darum nicht kümmern. Jedoch haben in den vergangenen Jahren die Vorbehalte gegenüber dem Freihandel in vielen Ländern erheblich zugenommen. Denn auch wenn vom Freihandel alle Länder insgesamt wirtschaftlich profitieren können, so finden sich in den einzelnen Ländern immer auch individuelle Verlierer des Freihandels. So gingen in den Vereinigten Staaten zwischen 2000 und 2015 mehr als eine MillionArbeitsplätze in der Industrie verloren, weil die Volksrepublik China einfache Industriegüter billiger herstellen kann.Trump meint, die Vereinigten Staaten litten unter unfairen Handelsbedingungen, die seine Vorgängerim Weißen Haus akzeptiert hätten. Er stellte in Aussicht, den verlorenen Boden mit Handelskriegen gutzumachen, die er meint, einfach gewinnen zu können. Folglich überzog er den größten Teil der Welt mit hohen Zöllen. Die darauf einsetzenden hohen Kursverluste an den Finanzmärkten haben ihn seitdem dazu bewogen, weniger radikal aufzutreten und "Deals" mit anderen Wirtschaftsräumen anzustreben. Ein erster, allerdings in seiner Dimension wenig bedeutender Abschluss mit Großbritannien wurde gerade bekannt. Auch wenn sich die Gefahr eines schweren Handelskriegs mit der Möglichkeit einer Krise der Weltwirtschaft wieder verzogen zu haben scheint, wird es eine Rückkehr in alte Zeiten nicht mehr geben. "Amerika glaubt nicht mehr an die Globalisierung", sagte Moritz Schularick, der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, gerade auf einer Veranstaltung der F.A.Z.Gerald Braunberger, Herausgeber
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PDF, Tyska, 202549 kr
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Hippokrates wurde an uns verzweifeln. Schon vor zweieinhalb Jahrtausenden erkannte der bedeutendste Arzt der Antike die Wechselwirkung von guter Ernahrung und guter Gesundheit, meielte den ewiggultigen Satz in Stein, dass unsere Nahrung unsere Medizin und unsere Medizin unsere Nahrung sein musse, und wurde die Hande uber dem Kopf zusammenschlagen, wenn er mitansehen musste, wie wir heute beides zu Gegnern erklart haben. Wir essen uns - vor allem mit industrialisierten, hochprozessierten Lebensmitteln - sehenden Auges krank und versuchen den Schaden mit einer Flut an Medikamenten zu reparieren, die uns am Ende nur noch kranker machen. Dass es auch ganz anders, namlich viel einfacher und vernunftiger geht, zeigen wir mit diesem Gesundheitsdossier, das in groen Teilen ein Manifest des gesunden, also hippokratischen Menschenverstandes ist. Wir erklaren, wie katastrophal schlechtes Essen das Gehirn schadigt, wie gesund und schmackhaft heimische Blumen und Bluten sind und welche segensreiche Wirkung Kakaobohnen auf unseren Korper haben das indigene Volk der Kuna in Panama sollten wir uns zum Vorbild nehmen, das nach dem Vorbild der Maya lebenslang funf Tassen Kakao pro Tag trinkt und fast nie Herzprobleme hat. Wir widersetzen uns der gegenwartigen Hexenjagd auf den Alkoholgenuss und zeigen, dass moderater Weinkonsum kein Gesundheitsrisiko darstellt, sondern im Gegenteil die Wahrscheinlichkeit von Schlaganfallen und Herzinfarkten senkt. Wir werden aber auch ganz praktisch, geben das Geheimnis einer guten, glucksbringenden Bowl preis oder beschaftigen uns mit den aromatischen Vorzugen von Olivenol und den hygienischen Nachteilen von holzernen Kuchenbrettern. Und da ein besseres Leben nicht nur dank guter Ernahrung erreicht werden kann, ziehen wir den Kreis dieses Dossiers noch weiter und fragen uns auch, ob Kreuzwortratsel vor Demenz schutzen, permanente Sorgen die Haare ergrauen lassen, der Mannerschnupfen ein Mythos ist oder nicht. Und nach der Lekture wird der eine oder andere vielleicht seinen ganz personlichen hippokratischen Eid schworen, weil er nun wei , wie man ein besseres, glucklicheres, gesunderes Leben fuhren kann.
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PDF, Tyska, 202551 kr
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Ich war eine "e;R"e;, eine sogenannte "e;Risikoschwangere"e;. Mit 38 Jahren - zumindest aus medizinischer Sicht - nicht mehr im besten Alter, um ein Kind zu bekommen. Die Fachbezeichnung fur eine Schwangerschaft nach dem 35. Lebensjahr nimmt wirklich keine Rucksicht darauf, dass man sich eigentlich noch wie 28 fuhlt - nur eben ein bisschen weiser. Gnadenlos wird von der "e;geriatrischen Schwangerschaft"e; gesprochen. Irgendwie hort sich das eher nach Ende als nach Anfang an, nach Stutzstrumpfen und 47/11. Das "e;R"e; wurde in den Mutterpass eingetragen. Gut sichtbar auf einer der ersten Seiten. Dort hat es sich breit gemacht und hamisch gefragt: "e;Wieso hat es eigentlich so lange gedauert, bis dieses Kind kommen konnte? Und ist es eigentlich fair, Kindern so alte Eltern zuzumuten? Die Antworten auf all diese Fragen sind kompliziert. Wie so vieles im Leben. Das Kind ist mittlerweile da trotz des Rs im Mutterpass. Ohnehin hat niemand mehr nach diesem Buchstaben gefragt. Denn sobald man nicht mehr schwanger ist, ist man plotzlich nur noch eine "e;N"e;. Eine "e;normale"e; Mutter, die versucht, sich und ihr Umfeld halbwegs humorvoll durch den Alltag zu navigieren. Die, egal ob nun 28 oder 38, ihre Grenzen neu kennenlernt und taglich verschiebt, die sich manchmal in ihr altes Leben zurucksehnt und ihr neues nicht missen will. Manchmal scheint der Alltag ohnehin ein wilder Buchstabensalat. Da werden aus Rs wieder Ns, da kampfen wir mit Hs (Herausforderungen) oder verpassten Cs (Chancen), fragen uns ob wir die richtigen Es (Entscheidungen) getroffen haben. Und all das ist keine Diagnose, sondern der Zustand, den man Leben nennt. Wie es anderen gelingt, sich durch diese Buchstabensammlung zu bewegen davon erzahlen die Beitrage in diesem Dossier. Sie zeigen, wie vielfaltig Familie heute gelebt, Arbeit gestaltet und Wohnen organisiert wird. Die Geschichten eroffnen neue Perspektiven, regen zum Nachdenken an und machen deutlich, dass es manchmal ein bisschen Abstand braucht, um die Buchstaben, die einem das Leben vor die Fu e schmei t, zu einem neuen Wort, einer neuen Haltung zu formen.
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PDF, Tyska, 202648 kr
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Andere Lander machen Schulden. Deutschland bildet lieber "e;Sondervermogen"e;. In beiden Fallen handelt es sich um denselben Tatbestand: Regierungen kommen mit den Steuereinnahmen nicht aus. Um die gewunschten staatlichen Aufgaben trotzdem zu erfullen und ihre Wahler bei Laune zu halten, leihen sie sich Geld, das mit Zinsen zuruckgezahlt werden muss. Doch als "e;Sondervermogen"e; deklariert, klingt die schnode deutsche Schuldenpolitik gleich solider und mehr nach Zukunft - statt nach bloer Umgehung der regularen Schuldenbremse im Grundgesetz. Genau das aber ist der Zweck jener "e;Sondervermogen"e;, mit denen sich erst die Ampelregierung unter Kanzler Scholz, vor allem aber die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz in einem uberraschenden Coup gigantische Finanzspielraume verschafft haben. Die vom Bund seit Bestehen der Bundesrepublik angehaufte Kreditlast von etwa 1700 Milliarden Euro kann so in nur funf Jahren fast um die Halfte (!) steigen, um weitere 850 Milliarden Euro. Ein Gro teil davon entfallt auf das Sondervermogen fur Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz, hinzu kommen Extrakredite fur die Bundeswehr. Doch fur alle staatlichen Schulden haften die Burger heutige und kunftige - und zwar gleichgultig, auf welcher Rechtsgrundlage und mit welcher guten Absicht sie gemacht wurden. An gro en Versprechen fehlte es bei der Abstimmung uber die Offnung der Schuldenbremse vergangenen Marz nicht. Die fast an die Billion reichenden Zusatzkredite dienten allein dazu, die wirtschaftliche Kraft des Landes und die au ere Sicherheit zusatzlich zu starken, beteuerten Union und SPD. Flankierend wurden mutige Reformen zugesagt - aber noch nicht geliefert. So schnell, wie sich Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Investitionsminister ernannt hat, werden aus Schulden keine rentablen Investitionen. Schon ist von Zweckentfremdung der Mittel die Rede, kreative Haushalter zaubern mehr Sozialausgaben. Investoren zogern. Ein Jahr nach der Wahl zeigt unser Dossier auf, mit welch hohem Einsatz die Regierung Merz/Klingbeil fur Deutschland spielt und wo sie jetzt liefern muss, wenn aus den Schulden neuer Wohlstand und mehr Sicherheit werden sollen.
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PDF, Tyska, 202648 kr
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Praktisch jeder amerikanische Prasident der jungeren Zeit hat einen Krieg oder zumindest einzelne militarische Operationen im Nahen Osten gefuhrt. Donald Trump ist allerdings in zwei Hinsichten eine Besonderheit. Zum einen wollte er eigentlich uberhaupt keine Kriege mehr beginnen. Eines seiner zentralen Wahlversprechen war, dass er "e;Amerikas ewige Kriege"e; beenden werde. Das war vor allem eine Reaktion auf die langen, verlustreichen und am Ende verlorenen Kriege der Weltmacht in Afghanistan und im Irak. Trumps zweimaliger Wahlerfolg hatte viele Ursachen. Sein isolationistisches Versprechen, das an die fruhe Geschichte der Vereinigten Staaten anknupft, spielte dabei aber eine wichtige Rolle. Deshalb wurde der Irankrieg zu einer Zerreiprobe fur seine MAGA-Bewegung. Einige prominente Influencer, die fur Trumps Erfolg in der Vergangenheit wichtig waren, wandten sich offentlich von ihm ab. Zum anderen hat noch kein Prasident vor ihm einen breit angelegten Angriffskrieg gegen Iran begonnen. Es gab einzelne Einsatze, wie den unter Jimmy Carter gescheiterten Versuch, Geiseln aus der US-Botschaft in Teheran zu befreien. Trotz der offen deklarierten Feindschaft, die das iranische Regime seit der islamischenRevolution von 1979 gegen Amerika und Israel hegt, hatte kein Prasident eine gro ere militarischeAuseinandersetzung gewagt. Dass Trump es nun doch tat, durfte viele Grunde haben: dieFortschritte im iranischen Nuklear- und Raketenprogramm, Netanjahus Drangen und TrumpsEitelkeit. Der schnelle Erfolg, den er zuvor in Venezuela hatte, mag zu einer Fehlkalkulation uberdie Chancen und Risiken der Operation "e;Epic Fury"e; beigetragen haben. Welche Folgen Trumps Krieg hat, wird sich erst auf langere Sicht zeigen. Eine entscheidendeFrage wird sein, ob das Regime in Teheran uberlebt. Seine antiisraelische Politik ist eine Hauptursachefur die Instabilitat im Nahen Osten, und seine weitreichenden Waffen stellen auch eineBedrohung fur Europa dar. Ungewiss ist, ob die Golfstaaten ihr Wachstumsmodell aufrechterhaltenkonnen, denn es beruhte implizit auf einem von Amerika garantierten Stabilitatsversprechen. Schlie lich, und das ist aus deutscher Sicht besonders beachtenswert, wird es furEuropas Sicherheit darauf ankommen, wie dauerhaft der Schaden ist, den der transatlantischeStreit uber den Irankrieg in der NATO hinterlassen hat. Die Allianz war schon vorher merklich geschwacht, unter anderem durch Trumps Anspruch auf Gronland.