Guido Naschert – författare
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Dieses Handbuch zu den ,Wahrheitszeugen'' des mystischen Spiritualisten und Lutheraners Friedrich Breckling (1629–1711) macht erstmals dessen ,unsichtbare Kirche'' religiöser Abweichler und Außenseiter namentlich greifbar. Das Buch ist als Hilfsmittel zum Verständnis der europaweiten Netzwerke des religiösen Nonkonformismus gedacht. Die darin edierten und heute in der Forschungsbibliothek Gotha verwahrten Nachlassstücke legte Breckling in den 1690er Jahren im Den Haager Exil an: Es handelt sich um einen topographischen Katalog von über 1.078 ,Wahrheitszeugen''. Er wird durch ein Personenlexikon erschlossen. Außerdem wird erstmals Brecklings literarhistorische Bibliographie ,Bibliotheca Bibliothekarum'' zugänglich gemacht. Sie umfasst ca. 2.000 Einträge und zeugt von der Buchgelehrsamkeit eines Dissidenten, der sich selbst als ,Bibliothekar Gottes'' verstand. Eine einführende Analyse, Kartenmaterial sowie ein Nachlassverzeichnis runden den am Forschungszentrum Gotha entstandenen Band ab.
Häftad, Tyska, 2007
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ABHANDLUNGEN Werner Euler: Commercium mentis et corporis? Ernst Platners medizinische Anthropologie in der Kritik von Marcus Herz und Immanuel Kant Hans-Peter Nowitzki: Platner und die Wolffsche Philosophietradition Gideon Stiening: Platners Aufklärung. Das Theorem der angeborenen Ideen zwischen Anthropologie, Erkenntnistheorie und Metaphysik Udo Thiel: Das "Gefühl Ich". Ernst Platner zwischen Empirischer Psychologie und Transzendentalphilosophie Falk Wunderlich: Ernst Platners Auseinandersetzung mit David Hume Temilo van Zantwijk: Platner, Kant und der Skeptizismus Jutta Heinz: "Eben so viel feine Beobachtungsgabe, als philosophischen Scharfsinn". Anthropologische Charakteristik in Platners Philosophischen Aphorismen Michael Ansel: Ernst Platner und die Popularphilosophie Simone De Angelis: Unbewußte Perzeptivität und metaphysisches Bedürfnis. Ernst Platners Auseinandersetzung mit Haller in den Quaestiones physiologicae (1794) Udo Roth: "Es giebt eine gewisse Gattung des Wahnsinns, [.] nämlich den verborgenen". Ernst Platner als Forensiker Alessandro Lazzari: Platner und Reinhold über das Vergnügen Martin Bondeli: Über eine "Entdeckung" in der Psychologie. Reinholds Auseinandersetzung mit Platners Bemerkungen zur Geschichte des Seelenbegriffs Hans-Peter Nowitzki: Curriculum Vitae. Fundstücke und Nachträge zur Biographie Ernst Platners KURZBIOGRAPHIE Guido Naschert: Johann Georg Sulzer (1720-1779) DISKUSSION Volker Dieringer: Kants Theodizee-Aufsatz im Spiegel neuerer Arbeiten. Ein Forschungsbericht
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PDF, Tyska, 20121 133 kr
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Martin Mulsow, Guido Naschert Einleitung: Radikale Spätaufklärung in Deutschland. Einzelschicksale - Konstellationen - Netzwerke ABHANDLUNGEN Hamburg, Bremen Almut Spalding: Der Fragmenten-Streit und seine Nachlese im Hamburger Reimarus-Kreis Frank Hatje: Jakobiner, Demokraten, Republikaner? Französische Revolution, Aufklärung und deutsches Bürgertum in den Tagebüchern Ferdinand Benekes Göttingen, Gießen Falk Wunderlich: Empirismus und Materialismus an der Göttinger Georgia Augusta - Radikalaufklärung im Hörsaal? Martin Mulsow: Karl von Knoblauch und Georg Friedrich Werner als Materialisten - Eine Gießen-Dillenburger Konstellation Berlin und Umland Ivan-M. D''Aprile: "Mein eigentlicher Zweck geht auf eine Beschleunigung der Freiheit". Netzwerke zwischen radikaler Spätaufklärung, Frühliberalismus und Vormärz in Brandenburg-Preußen am Beispiel von Friedrich Buchholz Andreas Menk: Johann Heinrich Schulz - "Meteor an dem Kirchenhimmel der Mark von Deutschland". Über eine personelle Konstellation der Ermöglichung radikaler Religionskritik im spätfriderizianischen Preußen Reinhard Markner: Franz Michael Leuchsenring, "Philosoph ambulant" in Berlin und Zürich Halle Andrew McKenzie-McHarg: Überlegungen zur Radikalaufklärung am Beispiel Carl Friedrich Bahrdt Manuel Schulz, Marcus Conrad: Carl Friedrich Bahrdt und die halleschen Verlage Gebauer und Hemmerde Weimar Peter-Henning Haischer, Hans-Peter Nowitzki: "… gegen alles Nachtheilige bestens verwahrt". Wielands clandestine Publikationsstrategien Mainz, Stuttgart, Tübingen, Würzburg Jörg Schweigard: Studentische Netzwerke im Zeichen der Französischen Revolution. Politische Gruppenbildungen, Meinungstransfers und Symbole an süddeutschen Hochschulen (1791-1794) KURZBIOGRAPHIE Guido Naschert: Johann Georg Heinrich Feder (1740-1821) DISKUSSION Rainer Enskat: Bewährungsproben der Reflexion.
Häftad, Tyska, 2026
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»Ueber das Recht des Volks zu einer Revolution« des Nürnberger Arztes und Kantianers Johann Benjamin Erhard ist ein Schlüsseltext der deutschen Revolutionstheorie um 1800 und ein Werk von besonderer ideengeschichtlicher Bedeutung. Als Klassiker im Feld der Menschenrechtstheorie ist das Buch unverändert diskussionswürdig.Erhard zählt zu den Denkern der nachkantischen Philosophie, die ihre theoretischen Überlegungen nicht in einem systematischen Hauptwerk zusammengefasst haben. Seine wichtigsten Beiträge liegen in Briefen und Rezensionen vor. Seine politische Theorie hat er allerdings in der Revolutions-Schrift ausführlicher entwickelt.Nach der Übersetzung von Étienne de La Boéties Abhandlung »Freiwillige Knechtschaft« arbeitete Erhard 1793 zunächst als Entgegnung auf La Boétie eine »Prüfung der Alleinherrschaft nach moralischen Prinzipien« für Wielands »Neuen Teutschen Merkur« aus. Sein Verleger Friedrich Carl Forberg urteilte darüber: »Ich kenne niemanden, der über Gegenstände des Staatsrechts mit dem Tiefsinne, und dem mutigen Blicke philosophirt hätte […].« Die Revolutionsschrift setzt diese Überlegungen fort. Sie wurde nach ihrem Erscheinen 1795 in mehreren Staaten verboten und hat dennoch eine größere Wirkung entfalten können: In Fichtes Rechtstheorie, Schillers Dramenwerk oder der politischen Philosophie der Frühromantik finden sich Reaktionen auf Erhards Ausführungen.