Literatur und Gesellschaft. Literatursoziologische Studien – serie
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Häftad, Tyska, 2023
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Das Buch eröffnet die Reihe „Literatur und Gesellschaft“ und bietet mit seinen literatursoziologischen Studien einen vertieften Einblick in die aktuellen Themen und Paradigmen der deutschsprachigen Literatursoziologie. Die Beiträge reichen von der kritischen Lektüre fiktionaler, semifiktionaler und theoretischer Texten über die Erprobung neuer Perspektivierungen aus den Kultur-, Medien- und Kommunikationswissenschaften einschließlich der Digital Humanities bis hin zu ersten Entwürfen einer Soziologie der literarischen Bewertung und des Schauspiels sowie einer Literatursoziologie der technischen Existenzweise.
Häftad, Tyska, 2024
408 kr
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Das Buch legt eine aktuelle Bestandsaufnahme der Aufgaben und der Reichweite der Literatursoziologie vor.
Häftad, Tyska, 2024
759 kr
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Eine breite Rezeption der Arbeiten Luc Boltanskis steht in literatursoziologischen Zusammenhängen aus. Der Band setzt an diesem Befund an und eruiert explorativ die Anschlussfähigkeit von Boltanskis Studien für die Generierung und Schärfung literatursoziologischer Fragestellungen und Analysen. Die Beiträge fragen erstens in theoretischer Hinsicht nach der Brauchbarkeit der Arbeiten Boltanskis für die literatursoziologische Begriffsbildung, Entwicklung von Fragerichtungen und Perspektivierung von Untersuchungsergebnissen. Zweitens erproben sie in konkreten Fallstudien die Tragweite der Konzepte Boltanskis für literatursoziologisches Arbeiten. Seinen Fluchtpunkt hat der Band in der Frage, inwiefern Boltanskis Ansatz zu dem beitragen kann, was man probehalber neopragmatische Literatursoziologie nennen könnte.
Häftad, Tyska, 2025
666 kr
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„In der modernen Gesellschaft“, so Peter L. Berger 1988, „leben noch immer einige Menschen, die eine ältere Lebensform, eine traditionale ‚Ganzheit‘ repräsentieren. Vielleicht sind sie glücklich, und vielleicht sollten wir sie beneiden. Aber für diejenigen, die aus der Quelle des modernen Relativismus getrunken haben, scheint es kein Zurück mehr zu geben.“ Was klingt wie eine Passage aus den Romanen Michel Houellebecqs, bezieht sich auf Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften. Musil, mit dem sich der Wissenssoziologe Berger wiederholt beschäftigte, hatte nicht nur reichlich aus der Quelle des modernen Relativismus getrunken, sondern war angesichts von Krieg und Staatszerfall auch in einem Maße desillusioniert, das zur tiefgreifenden Reflexion der zeitgenössischen Verhältnisse und zum Versuch einer Klärung der Relation von Wirklichkeit und Möglichkeit drängte. Von diesem Versuch nimmt der vorliegenden Band seinen Ausgang. Mit Austin Harrington wird in Musil “an exemplary kind of social theorist“ gesehen und nach dem Potential seiner Schriften für ein Verständnis des modernen Subjekts im Spannungsfeld von Realität und Projektion gefragt. Mit dem „Dichter der Möglichkeiten“ (Kurt Benesch) setzen sich namhafte Vertreter sowohl Literaturwissenschaft wie auch der „Soziologie als Möglichkeitswissenschaft“ (Helmut Klages) auseinander. In Einzelstudien werden die Darstellung von Gesellschaft in den Texten Musils, die Erschaffung der Texte und deren Wirkung untersucht.
Häftad, Tyska, 2026
776 kr
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Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Literaturkritik für das Ästhetisierungsparadigma in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert und stützt sich dabei auf die These des deutschen Soziologen Andreas Reckwitz zur Ästhetisierung der Gesellschaft. Durch die Darstellung von drei Schlüsselperioden für den Durchbruch des Ästhetisierungsparadigmas (Romantik, Moderne und Counter Culture Bewegungen um 1968) sowie die Analyse von Leben und Werk dreier repräsentativer Kritiker aus diesen Epochen (Friedrich Schlegel, Georg Brandes und Marcel Reich-Ranicki) geht die Arbeit der Frage nach, wie Literaturkritik und der Literaturkritiker als soziale Figur zum Durchbruch und zur Ausweitung des Ästhetisierungsparadigmas beigetragen haben. Der methodische Hintergrund basiert auf einer Kombination aus Feldtheorie und Systemtheorie (unter Rückgriff auf die Arbeiten von Pierre Bourdieu und Siegfried J. Schmidt) sowie auf einer vergleichenden Analyse sowohl literaturkritischer Diskurse als auch medialer und literarischer Diskurse sowie von Diskursen der Literaturtheorie zu diesem Themenkomplex. Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, inwiefern Literaturkritik als aktiver Bestandteil des Ästhetisierungsprozesses verstanden werden kann und ihre Rolle über die einer bloßen Vermittlerin literarischer Diskurse hinaus zu betrachten ist, um jene Hintergrundprozesse sichtbar zu machen, an denen Literaturkritik aktiv beteiligt ist, wie etwa die Valorisierung innerhalb des literarischen Systems, die Ästhetisierung und Singularisierung der Gesellschaft sowie die Individualisierung des Subjekts. Als Ergebnis bietet die Arbeit eine Rekontextualisierung der Literaturkritik im Lichte des Ästhetisierungsparadigmas und ermöglicht eine Problematisierung ihrer Position als Subsystem der Literatur, was zu neuen Einsichten in die Literaturkritik im Kontext des umfassenderen gesellschaftlichen Systems führt. Die Arbeit gelangt zu dem Schluss, dass Literaturkritik in bestimmten Perioden das Ästhetisierungsparadigma durch das Kreativitätsdispositiv förderte, indem sie nicht nur die Werte, Diskurse und Praktiken des kreativen Imperativs ausweitete, sondern auch ihr eigenes Handlungsfeld sowie ihre eigenen Subjekte im Einklang mit diesem Imperativ formte.