Ausradiert?
Wie die Literatur der DDR verschwand
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Warum so viele ostdeutsche Schriftsteller aus dem kollektiven Gedachtnis verschwunden sindAls die DDR unterging, kam es fast uber Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bucher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe fur wenige D-Mark verau ert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens erfolgte nicht nach asthetischen Ma staben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als staatsnah oder -fern eingeteilt und aus dem kollektiven Gedachtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur fur die Diffamierten. Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und ubergriffig empfunden wird. Er wirbt fur einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen, inklusive einer Rehabilitierung. Von Christa und Gerhard Wolf bis Uwe Johnson, von Werner Braunig bis Gerti Tetzner, von Brigitte Reimann bis Fritz Rudolf Fries, von Irmtraud Morgner bis Ulrich Plenzdorf, von Volker Braun bis Jenny Erpenbeck.