Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich BWL - Unternehmenskommunikation, Note: 1,0, Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz), Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wird der Kommunikationsprozess unter Zuhilfenahme systemischer Fragetechniken im Hinblick auf das Mitarbeiterjahresgesprach spezifisch beleuchtet. In Anbetracht der Vielzahl an Gesprachsformen hat sich der Autor gezielt fur das Mitarbeiterjahresgesprach als eine mogliche Form von dienstlicher Kommunikation und sozialer Interaktion zwischen Vorgesetztem und Angestellten entschieden. Es finden sich einzelne Begriffserklarungen sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex des Mitarbeiterjahresgesprachs. Daran anschlieend findet eine Auseinandersetzung mit den Fragetechniken sowie deren kontextbezogene Verwendung statt. Zum Ende der Arbeit findet die Frage nach dem Nutzen dieser systemischen Methode auf Grundlage der Kommunikation Beantwortung. Die Bedeutung von Mitarbeitergesprachen hat im sozialpadagogischen Sektor in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nach Bartscher belegen neuste Untersuchungen, die weite Verbreitung dieses Instrumentes der Personalfuhrung in deutschen Betrieben. Unterdessen steigen hierzulande stetig die Anforderungen an die Leitungskrafte in sozialpadagogischen Arbeitsfeldern, wie der institutionellen Tagesbetreuung von Kindern in Kindertageseinrichtung. Die Umsetzung von Leitungsaufgaben ist nach Strehmel/Ulber durch Erwartungen des Tragers, der Einrichtung, der Mitarbeiter*innen und weiteren Akteurinnen und Akteuren (Eltern, Jugendamt, Politik) im System beeinflusst. Strehmel/Ulber sind der Ansicht, dass Fuhrung einerseits bedeutet, andere in ihrem Verhalten zu beeinflussen und damit strukturelle Macht auszuuben. Anderseits sei Fuhrung im Sinne einer guten padagogischen Qualitat nicht ohne die Akzeptanz der Mitarbeiter*innen moglich. Stichwort: Fuhrung durch Menschen, die laut Strehmel/Ulber in direkter sozialer Interaktion stattfindet, z.B. in face-to-face-Situationen wie dem Mitarbeitergesprach, Tur-und-Angelgesprachen, in Teamsitzungen und weiteren Kommunikationsmitteln die inhaltlich an Mitarbeiter*innen adressiert sind, diese ansprechen und motivieren. Jedes Gesprach, ungeachtet von Kontext und Inhalt, ist eine Form der menschlichen Kommunikation und sozialen Interaktion.