Die Narren-Republik
Wie ein litauisches Kunstlerviertel seine Unabhangigkeit erklarte und eine Utopie erschuf
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Beskrivning
Mitten in der litauischen Hauptstadt Vilnius, jenseits eines kleinen Flusses, liegt ein Staat, den man auf keiner offiziellen Weltkarte findet: Die Republik Uzupis. In den 1990er Jahren war dieser Stadtteil ein verfallenes, gefahrliches Slum, das von Kriminellen und Prostituierten beherrscht wurde. Dann kamen die Kunstler - und sie grundeten ihr eigenes Land. Dieses Buch erzahlt die faszinierende, oft komische Geschichte einer echten Mikronation. Am 1. April 1997 erklarten die Bewohner von Uzupis humorvoll ihre Unabhangigkeit. Sie schrieben eine eigene Verfassung (mit Artikeln wie "e;Jeder Hund hat das Recht, ein Hund zu sein"e;), wahlten einen Prasidenten, grundeten eine Armee von elf Mann und stellten eigene Passe aus. Doch was als dadaistischer Kunstwitz begann, verwandelte sich in ein machtiges soziologisches Experiment uber Freiheit, Gemeinschaft und Urbanisierung. Wir beleuchten den schmalen Grat zwischen kunstlerischer Utopie und moderner Gentrifizierung, die droht, genau die Freiraume zu zerstoren, die Uzupis beruhmt gemacht haben. Besuchen Sie das Land der kreativen Anarchie. Entdecken Sie, wie Humor und Kunst einen toten Stadtteil wiederbelebten und warum wir mehr absurde Utopien in unseren modernen Metropolen brauchen.