Rechtspopulismus wird vor allem im Hinblick auf seine Anhangerschaft, seine Mobilisierungsstrategien und sein Gefahrdungspotenzial fur demokratische Systeme untersucht. Die Frage nach der Territorialitat des Rechtspopulismus ist dagegen in der wissenschaftlichen Diskussion weniger systematisch behandelt worden. Das Buch untersucht die territorialen Deutungsangebote der AfD und der Lega zur Spaltung Ost/West in Deutschland bzw. Nord/Sud in Italien. Es leistet damit einen Beitrag zum Verstandnis der territorialen Dimension des Rechtspopulismus. Angesichts des zunehmenden Zusammenspiels von Populismus und Territorium wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Territorialpolitik immer notwendiger. Das Buch zeigt den Mehrwert einer territorialen Perspektive in der Populismusforschung auf.