Die Aufsätze in diesem Band befassen sich mit den Methoden, mit der die Forschung heutzutage versucht, Spuren von Doketismus in antiken Quellen, einschließlich der Evangelien und der Briefe des Johannes sowie zahlreicher Autoren des 2. Jahrhunderts, zu finden. Doketismus ist ein häufig verwendeter Ansatz in der Forschungsliteratur, um lose verbundene oder sogar äußerst unterschiedliche Phänomene oder Doktrinen zu bezeichnen, die alle mit der Definition des Wesens Christi und der Realität der Wiedergeburt und Passion Jesu zu tun haben. Das Symposium befasste sich aus einer neuen Perspektive mit dem Thema, indem es sich auf die antiken Dokumente selbst konzentrierte anstatt sich auf einer rein theoretischen oder dogmatischen Ebene zu bewegen und indem es den historischen Kontext, vor dem sie entstanden sind und verbreitet wurden, kritisch hinterfragte.