Die Genese des Schweizer Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs
Eine historisch-rechtsvergleichende Studie zu der Entwicklung des schweizerischen Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrechts
Häftad, Tyska, 2025
Del 104 i serien Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung
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Das SchKG ist eines der ersten jemals verabschiedeten Bundesgesetze in der Schweiz und auch das älteste Bundesgesetz, das heute noch in Kraft ist. Das Gesetz gilt als eine originelle Schöpfung schweizerischer Prägung und weist im Vergleich zu anderen Rechtsordnungen besondere Eigenarten auf. Zum einen enthält das SchKG eine eigenständige, vom Zivilprozessrecht losgelöste Ordnung, da der Gläubiger in der Schweiz mit einem schlichten Betreibungsbegehren - ohne richterliche Ermächtigung - die Zwangsvollstreckung einleiten kann. Zum anderen hängt die Art und Weise der Vollstreckung von der Person des Schuldners ab, insbesondere davon, ob dieser im Handelsregister eingetragen ist. Diese Besonderheiten resultieren maßgeblich aus der historischen Entwicklung des Gesetzes. Von seinen Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur jüngsten Revision untersucht Charlotte Bergmann in rechtsvergleichender Analyse die Entwicklungsstufen dieses Gesetzes.