Masterarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Humboldt-Universitat zu Berlin (Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultat), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Masterarbeit verfolgt mehrere Ziele. Sie sensibilisiert in Bezug auf Georg Buchner fur relevante Epochen- und Gattungsfragen und nimmt Buchner als Person im Kontext seiner Zeit inklusive seines Werdegangs und seines Denkens in den Blick. Das primare Anliegen dieser Arbeit ist es, Buchners Innovationen fur die Gattung des Dramas in seinem ersten Werk "e;Dantons Tod"e; herauszuarbeiten. Im Zentrum der Analyse stehen dabei die Darstellung und das Bild der Revolution sowie die Bedeutung und Wertung der Geschichte, aber auch dramenstrukturelle sowie dramentechnische Aspekte werden Teil der Analyse sein. Eingangs wird retrospektiv die Epoche des Vormarz und damit Buchners Wirkungszeit hinsichtlich der fur die Analyse des Dramas relevanten Aspekte charakterisiert sowie der Stellenwert des Dramas als Gattung allgemein und hier insbesondere des Geschichtsdramas herausgestellt. Auch soll dabei in diachroner Vorgehensweise die Entwicklung der Gattung des Geschichtsdramas bis ins 19. Jahrhundert nachgezeichnet werden. Die so gewonnenen Eindrucke und Erkenntnisse bilden die Ausgangslage fur den Hauptteil, der sich vollumfanglich der Analyse und Interpretation der dramenimmanenten Aspekte von "e;Dantons Tod"e; widmen wird. Dabei wird zunachst darauf eingegangen, wie Buchner auf das Thema des Dramas kam, was ihn an der Revolution interessierte und es soll sein eigenes revolutionares Engagement beleuchtet werden. Anschlie end werden einige Strukturuberlegungen zum Drama angestellt und Buchners Quellenarbeit sowie seine Zitations- und Montagetechnik analysiert, wobei immer auch das innovatorische Potenzial herausgestellt werden soll. Im weiteren Verlauf geht es dann darum, die Standpunkte und Sichtweisen des Dramenpersonals auf die Revolution und die Geschichte, insbesondere von Danton und Robespierre, aber auch die ihrer jeweiligen Anhanger, zu eruieren. Der Hauptteil schlie t mit der Analyse der Gestaltung und der Funktion von Buchners Frauenfiguren. Darauffolgend werden zwei Aspekte noch gesondert behandelt, und zwar einerseits mit Fokus auf das Briefwerk Buchners eine Annaherung an dessen eigene Person und Gedankengut sowie Buchners Bild vom gro en Mann der Geschichte. Dies ist ein Aspekt, der ebenfalls mit einer fortschrittlichen Haltung Buchners einhergeht.