Ob qualmende Schornsteine oder Vogel in grunen Landschaften: Welche Bilder wir mit "e;Umwelt"e; verbinden, ist das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlung - und visueller Inszenierung. Dieses Buch zeigt, wie unterschiedliche Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Zeitraum von 1960 bis 1990 durch strategische Bildkommunikation Vorstellungsraume zu "e;Umwelt"e; schufen und moralische Mastabe setzten. Mithilfe der seriellen Bilddiskursanalyse untersucht Lisanne Rother Bilder von Umweltzerstorung und ihre idyllischen Gegenszenarien - zum Beispiel auf Plakaten des Bundesinnenministeriums, in der Werbung von RWE und in einem Kampagnen-Bildband des BUND. Solche Bilder lieen das "e;visuelle Umweltimaginare"e; entstehen und verhandelten performativ, was Umwelt ist - und wie mit ihr umzugehen sei.