Im Jahr 1925 veroffentlichte Wilhelm Litten unter dem Titel "e;Persische Flitterwochen"e; seine Erinnerungen an seine Zeit in Persien. Wilhelm Litten, Dragoman (Dolmetscher) an der kaiserlichen Gesandtschaft in Teheran und spater Konsul in Tabris schilderte als Zeitzeuge die Kriegswirren des Ersten Weltkrieges auf die noch junge Konstitutionelle Monarchie in Persien. Litten hatte Zeit seines Lebens an die "e;erweiterten Ausgabe"e; gearbeitet, ist aber vor der Veroffentlichung am 28. Januar 1932 in Bagdad verstorben. Das aus seinem Nachlass stammende Manuskript wird heute im Politischen Archiv des Auswartigen Amtes verwahrt. Die Veroffentlichung dieser erweiterten Fassung unter dem von Litten selbst gewahlten neuen Titel "e;Schicksalsfahrten"e; kommt zwar etwas spater als Litten geplant hatte, kommt aber nicht zur Unzeit. In Europa herrscht wieder Krieg. Wir erleben eine Zeitenwende. Litten schildert die Auswirkungen dieses Krieges aus der Perspektive eines deutschen Diplomaten in Persien. Persien hatte bereits vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1906 eine dramatische Umwalzung erlebt, die Konstitutionelle Revolution. Die Konstitutionelle Revolution, die den Ubergang von der absoluten zur konstitutionellen Monarchie bedeutete, brachte Persien eine liberale Verfassung europaischen Stils, mit burgerlichen Freiheitsrechten, Volkssouveranitat, Gewaltenteilung, und Wahlen zu einem Parlament, das seine eigenen Gesetze verabschieden konnte. Die Einfuhrung eines sakulares Bildungssystem und der damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel bildeten die Grundlage fur den spateren wirtschaftlichen Aufstieg des Landes.