Wie wird ein bestimmter Umgang mit Geld zum Ausgangs- und Fixpunkt für ein gutes Dasein? Diesem Zusammenhang von Geldgebrauch und Subjektkonstitution widmet sich das Buch anhand einer Untersuchung des nachhaltigen Geldanlegens. Es präsentiert eine wissenssoziologische Diskursanalyse deutschsprachiger Ratgeberbücher zu nachhaltigen Geldanlagen, in deren Fokus darin enthaltene Vorstellungen eines sich über einen richtigen Geldgebrauch konstituierenden guten Anleger:innensubjekts stehen. Dabei zeigt sich, dass in den Ratgebern ein Modell richtigen Handelns und Seins vorliegt, das über diesen Praxisbereich hinaus auf eine allgemeinere Vorstellung moralischer Subjektivität verweist.