Der erste Band der Reihe „Forschung und Debatten zu Safeguarding“ legt die inhaltlichen und konzeptionellen Grundlagen für das Verständnis der weiteren Bände. Er führt in die zentralen gedanklichen Hintergründe der Reihe ein und verortet Safeguarding als umfassenden, normativ verpflichtenden Ansatz zum Schutz vor (sexualisierter) Gewalt.Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Prävention. Dabei wird Prävention nicht auf primärpräventive Maßnahmen verkürzt, sondern in ihrem Zusammenspiel mit Intervention und Aufarbeitung betrachtet. Unterschiedliche Präventionsverständnisse und -modelle werden vorgestellt und daraufhin befragt, wie sie für die Entwicklung wirksamer Schutzmaßnahmen in Organisationen nutzbar gemacht werden können.Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle von Leitungskräften. Die Beiträge zeigen auf, dass Führungskräfte eine Schlüsselrolle im Safeguarding einnehmen: Sie prägen organisationale Haltungen, gestalten Entscheidungsprozesse, stellen Ressourcen bereit und tragen Verantwortung für die nachhaltige Implementierung von Schutzmaßnahmen.Zentral ist zudem die Perspektive der Betroffenen. Betroffenenbeteiligung wird ausgeführt, als fachlich notwendig und auch ethisch geboten, da Betroffene wichtige Impulse für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Bewertung von Safeguarding-Maßnahmen geben und gehört werden müssen.Abgerundet wird der Band durch einen Beitrag aus Australien zu kinderschutzsensiblen Kompetenzen. Das Konzept wird erläutert und ein Instrument vorgestellt, mit dem sie in Institutionen systematisch erfasst werden können.